Trotz Schutz auf den Hund gekommen

Trotz Schutz auf den Hund gekommen Jando, geboren am 5. Dezember 1992, ein schwarz-brauner deutscher Schäferhund, vielfach erprobt bei nationalen und internationalen Rettungs- und Sucheinsätzen – unter anderem nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei. „Der Hund“, klagt sein Herrchen Josef Lederhaas, „hat viel für die Allgemeinheit geleistet. Jetzt, wo er nicht mehr der Jüngste, aber immer noch im Einsatz ist, zählen seine Verdienste aber offenbar überhaupt nicht mehr“. Anlass für die Verbitterung des Grazer Bergretters: Nach drei medizinischen Eingriffen beim Tierarzt, deren Kosten in der Höhe von insgesamt 3000 Euro von der Versicherung getragen worden sind, kam vor einiger Zeit die Kündigung der Tierunfall- und Krankenversicherung. „Wir bedauern es“, bestätigt Marita Roloff, Pressesprecherin der Allianz Elementar, das Vertragsende. Der Grund dafür sei, dass das „Versicherungsprinzip“ aus der Sicht der Versicherung gefährdet gewesen sei. Übersetzt heißt das: Durch die bereits eingetretenen Kosten als Folge der Operationen und das Alter des Hundes, das weitere Operationen als wahrscheinlich erscheinen lässt, ist der Schäferrüde ein zu großes Risiko für die Versicherung. „Rechtlich sind der Vorgang und die Begründung vollkommen in Ordnung“, erläutert Peter Kiesswetter, Konsumentenschutzexperte der steirischen Kammer für Arbeiter und Angestellte. Kiesswetter nennt noch ein anderes Beispiel, bei dem sich die Versicherungen ebenfalls so verhalten – Haftpflichtversicherungen für Kraftfahrzeuge. „Bruchpiloten, die bekannt sind oder sich als solche erweisen, werden gekündigt. Auch dann, wenn mehrere Unfälle die Versicherten in einen überbordenden Malus bringen.“ Allerdings: Lehnen drei verschiedene Versicherungen es ab, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen, wird der Fahrzeughalter durch den Versicherungsverband einer Versicherung zugewiesen, „die Zuschläge bei den Prämien verlangen kann“, wie Kieswetter ausführt. Diesen Anspruch gibt es bei einer Tierversicherung nicht. „Der Versicherungsvertreter hat mir aber gesagt“, ärgert sich Josef Lederhaas, „wenn ich alle meine Versicherungen bei der Allianz abschließen würde, dann könnten wir über die Versicherung für den Hund noch einmal reden“. Geredet wird aber nicht mehr, „weil ich mich nicht erpressen lassen will“. Ärger aber bleibt: Wenige Tage nachdem die Kündigung des Vertrages ausgesprochen worden war, fand Josef Lederhaas im Postkasten eine Allianz-Werbung. Darin werden die Vorzüge der Tierversicherung gepriesen, wie sie 10.000 Hunde und Katzen genießen.

Quelle: Kleine Zeitung

Erstellungsdatum: 13.06.2003

Link: http://www.kleinezeitung.at/

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