Als erstes sollte man wissen, das es absolut art-typisch ist, wenn der Hund, dass was er gerade hat, nicht freiwillig herausgibt. Das macht er nicht, um uns zu ärgern. Er muss lernen, dass es nichts Schlimmes ist, wenn er zum Beispiel Futter oder sein Spielzeug an uns abgibt.
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Archiv der Kategorie: Hundeerziehung
Großpudel die Vogeljagd abgewöhnen
Großpudel wurden ursprünglich zur Entenjagd gezüchtet. Heute weiß kaum noch jemand, dass es Jagdhunde sind. Und wir wussten es natürlich auch nicht, als wir uns entschieden, dass unser erster Hund eine Großpudelhündin sein sollte.
Paula hat einen stark ausgeprägten Jagdtrieb. Den hätte ein erfahrener Hundebesitzer bestimmt unter Kontrolle bekommen können. Ich war jedoch total überfordert als blutige Anfängerin in der Hundeerziehung. (Paula hat sogar einmal, als sie gerade ein halbes Jahr alt war, ein junges Kaninchen im Park erwischt, was ihren Jagdtrieb natürlich noch angestachelt hat.)
Aber wenigstens die Vogeljagd habe ich ihr rechtzeitig abgewöhnen können. Es war ganz einfach und hat gar nicht so lange gedauert.
Beschäftigungsmöglichkeiten für den Hund beim Spaziergang
Bestimmt genießt ihr es, gemeinsam mit eurem Hund unterwegs zu sein. Und vielleicht
habt ihr auch schon entdeckt, dass man draußen noch viel mehr machen kann, als gemeinsam durch die Landschaft zu spazieren – auch wenn das zweifellos sehr entspannend ist. Richtig Spaß machen aber auch ein paar gemeinsame Erlebnisse an frischer Luft.
Hindernisse und Herausforderungen aller Art warten auch auf dem täglichen Spaziergang. Wer seinem Hund dort etwas bietet, hat weniger Probleme mit Ausflügen, die der Hund auf eigene Faust initiiert. Ihr werdet merken, dass euer Vierbeiner aufmerksamer wird und mehr auf euch achtet, wenn ihr regelmäßig kleine Überraschungen in euren Spaziergang einbaut. Auch Hunde, die zum Beispiel aufgrund ihres starken Jagdtriebes nicht freilaufen können, schätzen diese Art der Ersatzbeschäftigung, die auch prima an der Leine durchgeführt werden kann. Weiter lesen » Beschäftigungsmöglichkeiten für den Hund beim Spaziergang
Hund ignorieren?!
Ignorieren gehört zu den ganz normalen Verständigungsmitteln beim Hund. Man muss es aber ein wenig üben. Der Hund darf wirklich überhaupt nicht beachtet werden. Das ist gar nicht so einfach. Die Frage, wozu das gut ist, ist leicht beantwortet. Der Hund muss wissen, dass er in bestimmten Situationen nicht die Hauptperson ist. Wenn er zum Beispiel bettelt oder nervt und man selbst in Ruhe arbeiten möchte, ohne gestört zu werden, oder wenn er einen anspringt und so weiter.
Möchte man einen Hund, der weiß, wann man in Ruhe gelassen werden möchte, muss man lernen, ihn zu ignorieren. Einige Leute sagen, das sei gemein. Im Umgang mit Menschen gilt es als extrem unhöflich. Aber da man nur unerwünschtes Verhalten ignoriert, kann ich dieser Meinung nicht folgen. Auch im menschlichen Miteinander würde sich einiges vereinfachen, wenn man in dieser Beziehung von den Hunden lernte.
Schaut man ihnen nämlich bei ihren Begegnungen genau zu, kann man sehen, was Ignorieren bedeutet und welche Folge es hat.
Schritt für Schritt dem Hund Sitz beibringen
An Hand von Sitz, möchte ich euch zeigen, wie ihr ein Kommando aufbaut, so dass der Hund letztendlich dies auf Hörzeichen hin macht, ohne dass er noch eine zusätzliche Hilfe erhält.
Legt ein Leckerli in eure Hand und haltet es mit dem Daumen fest. Lasst den Hund an dem Leckerbissen schnüffeln. Hat er es darauf abgesehen, seht zu, dass ihr eure Hand herumdreht. Versucht er eurer Hand zu folgen ?
Wenn ja, so verfolgt er ein Ziel, und ihr könnt nun fort fahren, ihn ins „Sitz“ zu locken. Bewegt das Leckerli langsam über den Kopf des Hundes, so weit darüber, dass er seinen Hals nach oben strecken muss um dem Leckerli folgen zu können, aber doch nicht zu hoch, dass er springen muss.
Bringt bei unveränderter Höhe das Leckerli ein wenig über den Hundekopf zurück. Wartet danach einfach. Springt euer Hund hoch oder geht rückwärts, nehmt das Leckerli einen Moment weg und beginnt von vorne. Die meisten Hunde werden sich schließlich setzen, um an ihr Ziel zu kommen. Lobt sobald der Hund sitzt und gebt ihm das Leckerli. Wiederholt das immer wieder, bis der Hund sich mühelos hinsetzt, ohne dass ihr euch mit dem Leckerli sehr bemühen müsst. Eure Geste lässt sich nun bei nach oben zeigender Handfläche schnell ausführen.
Hundewelpen an Lärmquellen gewöhnen
Lärm ist für Hunde, die in der Welpenzeit daran gewöhnt worden sind, nichts Schlimmes. Nur plötzlich auftretende ungewohnte Lärmquellen versetzen den Hund in Panik. Deshalb ist es gerade für Hundebesitzer in der Großstadt wichtig, den Welpen an alle möglichen Lärmquellen zu gewöhnen. Und da gibt es eine Menge. Damit das erste Silvester nicht zu einer Katastrophe wird, gibt es dafür extra Hundehörbucher. Das sind CDs mit Silvesterknallerei.
Antijagdtraining – Künstliche Fährte
Nach dem ersten Teil über das Warum beim Antijagdtraining, beschäftigt sich der zweite Teil der Reihe Antijagdtraining mit dem kontroversen Thema über das Trainieren auf der künstlichen Fährte.
Trainieren der Kontrolle auf der künstlichen Fährte
Dieser Punkt ist etwas kritisch und die Meinungen gehen stark auseinander. Daher bitte ich, lieber Leser, diesen Teil besonders objektiv und durchaus kritisch zu betrachten, weil hier fast unter realen Bedingungen geübt wird.
Antijagdtraining
Viele Hundehalter kennen das Problem. Man geht bei einem schönen Nachmittag so ziemlich nichtsahnend in Wald und Flur spazieren und plötzlich stürmt der Hund davon; schnurstracks einem Hasen, Reh oder Huhn hinterher. Selbst steht man da. Wild gestikulierend, pfeifend oder brüllend, dennoch hilflos und sind erleichtert „puh noch einmal gut gegangen“, wenn der Hund wohlbehalten zurückkommt und das gehetzte Wild unbeschadet flüchten konnte.
Viele fragen sich an dieser Stelle: „Wenn der Hund ja nur „hinterherrennt“ und das nicht weit, und ja nur etwas Spaß hat, warum sollte ich mir weitere Gedanken machen?“- Nun die Gründe sind sehr vielseitig:
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Übermäßiges Bellen beim Hund kontrollieren
Warum bellt ein Hund?
Das wachsame Bellen dient einmal dazu, andere „Rudelmitglieder“ vor einem Eindringling oder einer Veränderung in der Umgebung zu warnen und dem Eindringling anzuzeigen, dass er bemerkt wurde. Die Veranlagung dazu ist, je nach Rasse und Veranlagung verschieden.
Mit dem fordernden Bellen teilt der Hund mit, dass er etwas genau jetzt haben will. Für den Hund ist das, wie ein Verhaltensexperiment, so wie: „Mal schauen, was dabei herauskommt“. Ganz typische Beispiele sind das Öffnen der Türe, Aufmerksamkeit, das Herausholen aus der Box oder dem Zwinger, ein Spiel einzuleiten oder das Erreichen des anderen Hundes auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Problematisch ist dabei nicht, dass der Hund das Experiment ausführt, sondern dass er damit gewöhnlich Erfolg hat: Der Besitzer belohnt das Bellen dadurch, dass er, unbewusst, der Aufforderung nachkommt. (Beispiel: Der Hund bellt vor dem Öffnen der Türe und „glaubt“ schließlich, wegen des Bellens habe der Besitzer die Türe geöffnet). Eine (schlechte) Gewohnheit ist entstanden.
Das Rückrufsignal bei Hunden neu aufbauen
Oftmals haben einige Hunde schon viele Erziehungsversuche hinter sich.
Die Erfahrungen, die sie dabei gemacht haben, können es erschweren, die Reaktion auf die üblichen Signale wie „Sitz“, „Platz“, „Komm“, „Aus“ wieder herzustellen oder zu verbessern.
Es wirkt sich sehr nachteilig aus, wenn das Signal sehr häufig verwendet wurde, ohne dass daraufhin das erwünschte Verhalten auch tatsächlich erfolgt ist.
Ein Signal, bei dem das typischerweise vorkommt, ist der Rückruf „Komm“.
Auch der Einsatz von Strafen bei früheren Trainingsversuchen kann sich nachteilig auswirken. Wenn eine Verknüpfung mit Angst entstanden ist, kann das entsprechende Signal Angst und eventuell Flucht auslösen.




