Abenteuer Wurf – Der Auszug – Wochen Sieben und Acht

Drei kleine Welpen

Lapinporokoira Welpen

In den letzten beiden Wochen entwickelte sich die einst so süße, ruhige kleine Lapinporokoira Welpenbande zu radaumachenden, nicht müde werden wollenden, immer größer werdenden Quälgeistern.

Ich denke, es gibt zwischen den Rassen große Unterschiede, wie schnell und intensiv sie sich entwickeln. Ich beobachte bei meinen Zwergen ähnliches, was auch andere Hütehundezüchter sagen: Die letzten beiden Wochen sind Action pur, wo die Welpen beschäftigt werden wollen, unglaublich aktiv sind und es auch untereinander den einen oder anderen Crash gibt!
Wir verbrachten unsere Tage hauptsächlich draußen im Welpengarten, wo die Welpen zwischen Action und Schlaf selbst entscheiden konnten. In den Nächten war es dann ruhig nach der letzten Mahlzeit um circa 22.00 Uhr. Ich denke, ein Züchter kann schon viel an Vorarbeit leisten, was Durchschlafen in der Nacht und Stubenreinheit betrifft. So wurden Weckversuche in der Nacht konsequent ignoriert, was sich später wirklich bezahlt machte!

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Die ersten Ausflüge – Abenteuer Wurf – Wochen Fünf und Sechs

Mit der vierten Woche haben sich die Maulwürfe endgültig zu kleinen Hunden verwandelt, die mit jedem Tag mobiler, geschickter und wilder werden. Der Kopf, der Anfangs noch im Vergleich zur Körpermasse recht groß war, und damit das koordinierte Laufen erschwerte, passt sich nun an die Proportionen an und erleichtern ein schnelles Rennen ohne Stolpern ungemein.

Welpen am Hundeplatz

Erster Ausflug mit den Welpen auf den Hundeplatz

In der fünften Woche machten wir das erste Mal Ausflüge außerhalb der gewohnten Umgebung. Ein mehrmaliger, täglicher Besuch im Garten war nun ohnehin unabdingbar. Zu groß war der Entdeckerdrang der Zwerge und auch das Bedürfnis sich richtig auszutoben. So besuchten wir unseren Hundeplatz wo sich die Welpen, abseits des Kursgeschehens, eine andere Welt ansehen durften sowie den Garten meiner Mutter – ein unglaublich tolles Buddelerlebnis, zumindest für die Welpen!

Zudem versuche ich in dieser Zeit, die kleinen Welpen immer mehr an optische und akustische Umweltreize zu gewöhnen, was, um ehrlich zu sein, mit den täglichen Ausflügen einher geht. Ich habe den Vorteil einen innerstädtischen Garten zu besitzen, der zwar abgelegen ist, sich aber dennoch neben einer Kirche, einem Kindergarten (mit besonders lauten Kindern) und hinter einer Tankstelle, die an einer Hauptstraße liegt, befindet. Somit werden die Welpen automatisch mit den Alltagsgeräuschen konfrontiert und können selbst lernen, damit umzugehen, ohne sie zu bedrängen. Zog sich anfangs der eine oder andere beim Landeanflug eines Flugzeuges noch zurück, so wurden sie mit jedem Tag mehr mutig, bis sie das Geräusch eines Tages nicht mal mehr wahrnahmen.

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Welpen in der Woche Drei und Vier – Abenteuer Wurf – Sechster Teil

Boulas Beaivi mit 3 Wochen

Welpe Boulas Beaivi mit 3 Wochen

Ergänzend zu meinem letzten Artikel über die ersten zwei Wochen meiner Welpen, muss ich einräumen, eine sehr wichtige Aufgabe des Hundezüchters nicht erwähnt zu haben.

Die Aufgabe greift aber praktisch noch in die dritte Woche und ist fortlaufend: Die Entwurmung der Welpen!

Es ist ein Irrglaube, dass allein durch die Fütterung von Knoblauch oder einmaligem Entwurmen der Mutterhündin, die Welpen keine Würmer hätten. Sehr wichtig ist die erste Entwurmung zwischen dem 10. und 14. Lebenstag. Die Welpen haben die Wurmeier mit der Muttermilch aufgesogen und diese gehören nun schleunigst beseitigt.

Spezielle Entwurmungsmittel für Saugwelpen sind bei jedem Tierarzt erhältlich. Ich persönlich entwurme alle zwei Wochen bis zur Abgabe und jedes Mal finde ich die kleinen Biester im Welpenkot – allerdings für mich der Beweis, dass das Wurmmittel greift und somit positiv zu sehen!

Weitere Entwicklung der Welpen

Erster Ausflug in den Garten

Erster Ausflug der Welpen in den Garten

In den Wochen Drei und Vier entwickeln sich die kleinen „Maulwürfe“ eigentlich sehr rasch zu kleinen Hunden heran.

Man merkt von Tag zu Tag, wie sich die Wahrnehmung verbessert und das Hör- und Sehvermögen sich verschärft.

In dieser Phase beginnen auch die kleinen scharfen Welpenzähne durchzubrechen, eindeutig erkennbar an der Hündin, die das Säugen nun nicht mehr so genießt.

Mit dem Wachsen der Zähne, beginnt die Entwicklung der Beißhemmung. So Welpenzähne tun nicht nur in Menschenhänden oder -füßen weh! Ich habe mit Ende der zweiten Woche, Anfang der dritten angefangen, die Wurfkiste zu öffnen, so dass die Welpen zu ihrem Schlafplatz, einen kleinen Auslauf mit einem Welpenklo hatten.
Mit Anfang vierter Woche begann der Entdeckungsdrang so groß zu werden, dass sie prompt in ihr Welpenzimmer – meine Küche, die für die Welpen mit PVC Boden ausgelegt wurde und mit Gitter rundherum abgesichert wurde, umzogen.
Was mich persönlich sehr freut, ist die Tatsache, dass die Welpen das Rausgehen aus der Wurfkiste und Pinkeln auf das Welpenklo, beziehungsweise Leinentücher auch im Welpenzimmer beibehielten und ihren Schlafplatz-  rein hielten. Leider ist das ja nicht immer so, aber bei diesem Wurf ist es mir gelungen!
Im Welpenzimmer befinden sich zudem zahlreiche welpengerechte Spielsachen, die die Welpen bereits in der Wurfkiste neugierig begutachtet hatten. Mitte der dritten Woche hatten wir das Glück eines wirklich warmen und sonnigen Frühlingstages, also nahm ich die ganze Bande und setzte sie das erste Mal in den Garten. Die Eindrücke müssen enorm gewesen sein, denn nach den zehn Minuten Ausflug schliefen die Welpen ganze vier Stunden ohne einen Mucks durch!

Zufütterung spätestens zu Anfang der dritten Woche

Mahlzeit aus Welpenmilch und Grießbrei

Mahlzeit aus Welpenmilch und Grießbrei

Zwischen zweiter und dritter, spätestens zu Anfang der dritten Woche, beginnt der Züchter die Welpen zuzufüttern. Anfangs mit kleinen Hackfleischkügelchen.

Ratsam ist sehr mageres und von der Qualität hochwertiges Fleisch, zu Tartar gehackt.
Ich verwende immer Hüftsteak vom Rind (und ernte dabei immer die seltsamsten Blicke, wenn ich es zu Tartar haben möchte).
Das Tartar wird in der Hand angewärmt und zu kleinen Kügelchen geformt, welches den Welpen auf die Zunge gelegt wird. Meine Welpen zeigten alle sechs die gleiche Reaktion: Erstmal Ekel – was ist das? Dann schluckten sie und nahmen dabei den Rindfleischgeschmack mehr auf.
Als nächstes stürzten sie sich gierig auf die Leckerei. Ratsam ist es, die erste Fütterung abends zu geben, da Fleisch am längsten im Welpenmagen anhält und so ein geruhsamer Schlaf fast gesichert ist. Mit Mitte der dritten Woche habe ich ebenfalls das erste Mal eingeweichtes Trockenfutter gegeben, da Tundra durch einen Infekt stark geschwächt war und nur noch wenig Milch gab. Ebenso variierte ich mit Grießbrei in Welpenmilch und Haferflocken mit Honig in Welpenmilch.

Autorin: juliaw

Welpenprägung beim Züchter

Welpe am Rücksitz

Welpenprägung

In dem Artikel Welpenprägung für Züchter möchte ich speziell auf die Prägung eines Welpen in der 4. bis 8. Lebenswoche beim Züchter eingehen.

  • In der Übergangsphase (2. – 4. Lebenswoche) fängt der Welpe an seine Umwelt wahrzunehmen.
  • In der 4. – 8. Lebenswoche (Prägungsphase) ist der Erkundungsdrang besonders stark und alles, was die Welpen kennen lernen, manifestiert sich für ihr späteres Leben.

Es ist nun wichtig, den Welpen gezielt und ohne Stress mit abwechslungsreichen Spielsachen und Geräten auf sein künftiges Leben vorzubereiten.

Die Koordination kann hier entscheidend gefördert werden und auch Sozialkontakte mit fremden Menschen und Tierarten sind für den Welpen wichtig.

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Die ersten beiden Wochen nach der Geburt – Abenteuer Wurf – Fünfter Teil

Welpe FaolanDie ersten beiden Wochen nach der Geburt der Welpen scheinen zuerst recht unspektakulär zu sein. Die Hauptbeschäftigung der Welpen besteht aus Fressen und Schlafen, daher nennt man diese Phase auch die vegetative Phase. Die Welpen handeln rein aus ihrem Instinkt, dabei sind Augen und Ohren noch fest verschlossen und auch der Geruchssinn ist wenig ausgeprägt. Durch die Pendelbewegungen mit dem Kopf finden die Welpen schnell den Weg zur Zitze, wo sie trinken, bis sie satt sind. Danach schlafen sie wieder, bis zur nächsten Mahlzeit. Im Grunde hat Mutter Natur die Welpen für diese erste Zeit perfekt ausgerüstet, denn jede weitere Entwicklung wäre in dieser Phase unnötig.

Die instinktsichere Hündin übernimmt den anderen Part: Durch Zungenmassage des Bauches des Welpen stimuliert sie diesen zum Urinieren und Koten und entfernt damit gleichzeitig alle Ausscheidungen, um das Wurflager sauber und trocken zu halten.

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Abenteuer Wurf – Die Geburt – Vierter Teil

Hund

Kleiner schwarzer Welpe

Die Geburt ist wohl DAS Ereignis, auf das Hundezüchter so sehnsüchtig hinwarten. Sind alle Welpen gesund? Wie viele werden es? Wie ist die Geschlechterverteilung? Welche Farben haben sie? Ein einmaliges Erlebnis – jedes einzelne Mal.

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Abenteuer Wurf – Zweiter Trächtigkeitsverlauf und Vorbereitung – Dritter Teil

Die Trächtigkeit nach dem Ultraschall

Wie beim letzten Teil berichtet, haben sich die Welpen in der Gebärmutterschleimhaut bereits eingenistet und wachsen und entwickeln sich von Tag zu Tag. Jeder Welpe ist durch seine mit Fruchtwasser gefüllten Blase, der Amnionshöhle, bestens gegen Stöße und äußere Einflüsse gesichert. Er hängt an der Nabelschnur und wird durch sie mit allen wichtigen Nährstoffen durch die Mutter  versorgt. Das Skelett des Welpen ist anfangs im Gewebe vorhanden, verkalkt allerdings erst mit der siebten Woche zu einem Skelett.

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Abenteuer Wurf – Erster Trächtigkeitsverlauf und Trächtigkeitsdiagnose – Zweiter Teil

Gott sei dank, wird dies wohl nicht der letzter Teil meiner kleinen Kolummne bleiben, aber nun mal der Reihe nach.

Das letzte Mal schrieb ich von der Deckung, nun berichte ich von der ersten Hälfte der Trächtigkeit.

Trächtigkeit beim Hund

Tundra am Tag 29 der Trächtigkeit

Tundra am Tag 29 der Trächtigkeit

Etwas Theorie für den Anfang: Nach erfolgreichem Eindringen des Samenkopfes, verhärtet sich das Membran der Eihaut augenblicklich, damit keine weiteren Samen mehr eindringen können. Der Zellkern in der Eizelle trägt den halben Chromosomensatz des späteren Welpen, der Samenkern die andere Hälfte. Somit ist die Verteilung der Erbmasse von Mutter und Vater, entgegen vieler Gerüchte, 50/50. Beide Kerne bewegen sich nun aufeinander zu, verschmelzen zu einem Kern und vervollständigen sich nun zum vollständigen Chromosomensatz. Damit ist die Befruchtung abgeschlossen.

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Hundeausstellungen: Klasseneinteilung und Titel

Der zweite Teil über Hundeausstellungen handelt von der Klasseneinteilung, Titel und natürlich auch die negative Seite von Hundeausstellungen.

Klasseneinteilung bei Hundeausstellungen

Hunde können in folgenden Klassen gemeldet werden:

  • Babyklasse (3 oder 4 Monate – 6 Monate) gibt es in manchen Ländern, Deutschland und Österreich nicht (lediglich bei Clubschauen)
  • Jüngstenklasse (6-9 Monate)
  • Jugendklasse (9-18 Monate)
  • Junghundeklasse (18-24 Monate, nur für Deutsche Schäferhunde)
  • Zwischenklasse (15-24 Monate)
  • Offene Klasse (ab 15 Monaten)
  • Championklasse (nur mit Championtitel)
  • Gebrauchshundeklasse (mit entsprechendem Arbeitsnachweis, gilt aber nicht für alle Rassen, gültig für zum Beispiel Gebrauchshunderassen, Jagdhunde…)
  • Ehrenklasse (mit Internationalem Champion)
  • Veteranenklasse (ab 8 Jahren)

Augen auf beim Hundekauf – Zuchtvereine und Papiere Teil 3

Der dritte Teil der Reihe “Augen auf beim Hundekauf” behandelt das Thema “Vermehrer-Nein Danke”, wie man einen seriösen Hundezüchter findet und die Alternative, einen Hund wie zum Beispiel einen Mischling aus dem Tierheim zu holen.

Wühltischwelpen – nein Danke!

An dieser Stelle soll noch einmal grundsätzlich vor Vermehrern der übelsten Sorte gewarnt werden. Hier verkaufen Hundehändler Welpen für sehr wenig Geld. Diese Tiere sind nur so günstig, weil sie ebenso billig produziert wurden. Häufig gibt es im Ausland riesige Anlagen, wo Hündinnen als Gebärmaschinen missbraucht werden. Ständig werden sie belegt, um möglichst viele Hundewelpen zu produzieren. Geboren werden die Welpen in kleinen dunklen Verschlägen und so bald wie möglich verkauft, um keine weiteren Kosten zu verursachen.

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