Das wahre Problem in Spanien

Das wahre Problem in Spanien

Viele der spanischen Tierschutzverbände verstehen nicht, dass die grausamen „Erhängungen“ der spanischen Galgos derartig viel mediale Aufmerksamkeit erregen, sich aber niemand für die schrecklichen Zustände in der Haltung dieser Tiere zu interessieren scheint.

Diese grausame Art Galgos zu töten ist nur die Konsequenz eines langen Leidensweges und es ist abzusehen, dass die Erhängungen in Spanien seltener als in den letzten Jahren vorkommen (dieses Jahr wurden nur 5 Fälle bekannt!). Nur ist das nicht das größte Problem der spanischen Jagdhunde.

Haltung der Galgos in Spanien als größtes Problem

Das eigentliche Problem liegt in der Haltung dieser Hunde und dass es keine Möglichkeit gibt, diese zu kontrollieren. Die Hunde leben unter unvorstellbar schrecklichen Bedingungen. Sie werden nur selten gefüttert, und wenn, dann nur mit hartem Brot und Wasser, denn die Jäger glauben, dass ein hungriger Hund ein besserer Jagdhund ist.

Die Hunde leben in schmutzigen Kellerlöchern, in fensterlosen Ställen oder Kellern in totaler Dunkelheit. Manchmal werden sie auch tagelang nicht versorgt und haben keine Gelegenheit sich zu bewegen. Viele werden an Bäume gebunden und dort gelassen, bis sich der Jäger wieder an sie erinnert - für viele oft zu spät. Nicht selten sind die Hunde tot, wenn der Jäger wiederkommt. Viele Tierschutzorganisationen beschuldigen auch Zigeuner Galgos aus den Heimen zu stehlen und als „Sparring –Partner“ für Kampfhunde zu verwenden. Darüber hinaus findet man in fast jedem Jagdgebiet ausgesetzte und verletzte Galgos umherstreifen.

Über 60% der gefundenen Galgos weisen Schussverletzungen, Knochenbrüche etc. auf und sind bis zum Skelett abgemagert. Sogar am Flughafen Barajas und in der Innenstadt von Madrid wurden schon ausgesetzte Galgos gefunden.

Durch die andauernden Misshandlungen werden die Tiere sehr furchtsam und scheu und es ist oft unmöglich sie einzufangen um sie in einem Tierheim unterzubringen. Viele werden Opfer von Verkehrsunfällen. Wir schätzen, dass dieses Jahr etwa 2.500 Jagdhunde gerettet werden können, und das sind nicht einmal 10% des Galgo Bestandes in Spanien!

Die spanische Regierung spielt eine nicht unwesentliche Rolle bei den Misshandlungen, da sie die „Perreras“ - Tötungsstationen oder städtische Hundezwinger - unterhält, in denen die Hunde bis zu ihrer Tötung gehalten werden. Das ist ein Zeitraum von 10 – 14 Tagen. Verletzte Galgos werden nicht behandelt, oder auch nur von einem Tierarzt untersucht, da sie Betreiber nicht an eine Adoption der Hunde glauben.

Es ist leicht möglich, dass ein Galgo mit einem offenen Knochenbruch zwei Wochen ohne Behandlung schrecklichste Schmerzen erdulden muss. Könnten wir die spanische Regierung dazu zwingen die neuen Tierschutzgesetze auch auf Jagdhunde anzuwenden und würde die SEPRONA (spanische Umweltpolizei) die Jäger kontrollieren und die maximal erlaubte Anzahl von Hunden pro Galuero(Jäger) auf 5 reduzieren, würden viele der „schwarzen Schafe“ von der Haltung der Galgos absehen, weil es für sie zu teuer wäre, Zwinger nach den Richtlinien zu bauen.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass die Erhängungen nur die Spitze eines Eisberges sind. Das wahre Problem ist die Einstellung der Galeros/Jägern, bei denen die Hunde dahinvegetieren, und die der Perreras/städt. Hundezwinger, in denen die Tiere nicht einmal minimalen Schutz haben. Und wenn große internationale Tierschutzvereinigungen und die internationale Presse uns auch im Stich lassen, Tierheime in Spanien und ganz Europa können den Galgos und Greyhounds erfolgreich helfen – aber wir können das nicht ohne Ihre Hilfe tun!!

Link:

galgos.at

Quelle: Mo Swatek Garcia Santos (Dogs in Spain)

Erstellungsdatum: 20.02.2003

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