Amerikanischer Staffordshire-Terrier

Staffordshire-Terrier
Amerikanischer Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Terrier
  • Ursprungsland: USA
  • Gre: 43 - 48 cm Widerristhöhe (Mittelgroße Hunderasse)
  • Gewicht: 18 - 23 kg
  • Alter bis 12 Jahre
  • Fell: alle Farben
  • Verwendung heute: Begleithund
  • früher: Bullenbeißer
  • FCI-Standard: 76
  • FCI-Gruppe: 3 - Terrier
  • FCI-Sektion: 3

Amerikanischer Staffordshire-Terrier Rassengeschichte:

Der American Staffordshire Terrier und der Staffordshire Bull Terrier sind beide Nachfahren der Bull-and-Terrier-Schlge, welche zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den englischen Midlands, vornehmlich im Black Country um Stafford fr verschiedenste Arten von blood sports gezchtet wurden.
Die Zchter definierten ihr Zuchtziel ganz klar. Sie suchten nach einem extrem mutigen Hund, hartnckig, ausdauernd, scharf, schnell und intelligent. Sie fanden ihren Wunschhund in der Nachzucht aus Verpaarungen von Bulldog und Terrier. Dem Bulldog ist es zu verdanken, dass die Produkte dieser Kreuzungen ihre Menschenfreundlichkeit und Menschenbezogenheit beibehielten und auch weitervererbten. Getestet wurden diese Hund in der Pit, einer kleinen Arena, in der es galt, Ratten in krzester Zeit zu tten, oder im Kampf gegen Dachse oder Hund gegen Hund zu resieren. 1835 wurden diese abscheulichen Tierkmpfe verboten!

Nach dem Ende des Amerikanischen Brgerkrieges 1865 wanderten viele Arbeiter aus den englischen Ballungszentren in die neue Welt aus, um dort ihr Glck zu versuchen. Was lag nher, als auch den ntzlichen und anhnglichen Vierbeiner mitzunehmen.

Nach Meinung von AmStaff Experten in den USA, haben einige Einwanderer, welche ihre Bull-and-Terrier zum Bewachen von Haus, Hof, Familie und Vieh bentigten, schon bald begonnen ihre Hunde grsser zu zchten. Damit verbesserten sie die berlebenschancen ihrer Hunde im Kampf gegen Wlfe und Kojoten. Zu diesem Zweck wurden gezielt grosse Zuchttiere ausgesucht oder eventuell sogar Airdale oder Irish Terrier eingekreuzt. Bei aller Wehrhaftigkeit gegen unerwnschte Eindringlinge waren diese Hunde aber fr ihre Familie und Freunde verlssliche, liebevolle Hausgenossen. Das also, was den AmStaff von heute immer noch auszeichnet.

Kaum eine andere Hunderasse hatte in ihrer Entstehungsgeschichte so viele verschiedene Namen wie der American Staffordshire Terrier. Einige Beispiele sind: Half and Half, Bull and Terrier, Brindle Bull Dog, Yankee Terrier, American Bull Terrier oder Staffordshire Terrier.
Der Weg bis zur offiziellen Anerkennung durch den 1884 gegrndeten AKC (American Kennel Club) war schwierig. Erst 1936 anerkannte der AKC die Rasse unter dem Namen Staffordshire Terrier und der heute noch gltige Standard wurde beim AKC deponiert.
Als 1974 der AKC den Staffordshire Bull Terrier aus England offiziell anerkannte, wurden die Verantwortlichen des STCA (Staffordshire Terrier Club of America) gebeten den Namen in American Staffordshire Terrier abzundern, um weitere Verwechslungen zu vermeiden.

Allgemeines über den Amerikanischer Staffordshire-Terrier:

Eigenschaften und Wesen dieser erstaunlichen Hunde lassen sich am Besten durch ihre frheren Lebensumstnde erklren. Sie waren, wie ihre Besitzer in dieser Zeit, Schwerstarbeiter. Die Menschen in den Fabriken oder auf den Feldern, der Bull and Terrier in der Pit.
Trotz grsster Schmerzen, welche diese tapferen Hunde ertragen mussten, wendeten sie sich nie gegen ihre menschlichen Peiniger. Sie lebten damals zusammen mit den vielkpfigen Familien in usserst primitiven, beengten Verhltnissen, oder als Hofhunde auf rmlichen Farmen. Sie waren die Freunde und Spielkameraden der Kinder und besorgten sich, wenn es sein musste, ihr Futter (in Form von Ratten oder Musen) selber.

Noch heute ist die starke Zuneigung und Bindung des American Staffordshire Terrier zu seiner Familie sprichwrtlich und dies im besonderen Masse Kindern gegenber. Die hohe Empfindsamkeit und Sensibilitt gegenber seinem Rudel ist der Grund, dass er Situationen instinktiv richtig erfasst und gegebenenfalls eingreift. Meist gengt die Anwesenheit eines AmStaffs, um zweifelhafte Gestalten von ihrem unlauteren Vorhaben abzuhalten. Geprgt durch seinen genetischen Hintergrund ist es verstndlich, dass er anderen Hunden gegenber ein eher dominantes Auftreten hat, und sich nicht ungestraft provozieren lsst. Die Ausstrahlung seiner gelassenen Strke wirkt auf andere Hunde oft bedrohlich, und es kommt nicht selten vor, dass der AmStaff von unsicheren Hunden angefeindet wird.

Der American Staffordshire Terrier ist ein lebhafter, dynamischer Hund und seinem Bewegungsbedrfnis muss regelmssig Rechnung getragen werden. Er ist kein Hund fr faule oder unsportliche Leute. Er will, dass man ihn krperlich und mental fordert, sich mit ihm beschftigt. Ist dies nicht der Fall, kann es durchaus vorkommen, dass er seinem Bewegungsdrang selber Luft macht, indem er losprescht und rasante Runden durch die ganze Wohnung dreht -- und das durchaus mit 10--20 Wiederholungen. Nach diesem Parcours lsst er sich dann, selbstgefllig und mit breitem Grinsen vllig wohlig, am Ausgangspunkt fallen. Das mag sehr amsant klingen, bedingt aber absolut frei Bahn, denn alles was sich in den Weg stellt, zum Beispiel Bodenvasen, Topfpflanzen, Figuren und Nippes werden sonst umgemht.

Die Sprungkraft eines AmStaffs ist gewaltig und ganz besonders dann, wenn es gilt, den eigenen Gartenzaun zu berqueren. Andererseits ist auch das Graben im Repertoire eines American Staffordshire Terriers genetisch verankert, denn Terrier kommt von Terra (Erde), und ist gleichbedeutend wie in der Erde arbeitender Hund. Die Mindesthhe fr eine sinnvolle, ausbruchsichere Umzunung liegt bei 160 cm, welche im Boden gut verankert oder einbetoniert sein sollte.

Es ist unumgnglich diese Kraftpakete adquat zu beschftigen. Alle Arten von Hundesport sind dazu geeignet, angefangen bei Agility, Flyball, Obedience, Begleithund, Sanitts- und Katastrophenhund bis hin zum Therapiehund. Welpenspielstunden sind bei dieser Rasse ein absolutes Muss. Anerkannte, rassenkundige Experten raten allerdings einstimmig von der Schutzhundarbeit mit American Staffordshire Terrier ab.

Eine weitere Besonderheit dieser Rasse ist die Suche nach dem Blickkontakt mit den Menschen. Ein fast unbegrenztes Repertoire an Mimikvarianten ist nicht nur lustig und amsant, nein, es ist oft der Schlssel damit AmStaff erreicht -- was AmStaff gerne mchte. In solchen Momenten liebevoll aber unbedingt konsequent zu bleiben ist die grosse Kunst bei der richtigen Erziehung des American Staffordshire Terrier.

Quelle: ASTC Schweiz

Wesensmerkmale der Hunderasse Amerikanischer Staffordshire-Terrier:

Der Amerikanischer Staffordshire-Terrier

  • braucht wenig Fellpflege
  • braucht Auslauf
  • ist ein guter Wachhund

Legende der Wesensmerkmale

Amerikanischer Staffordshire-Terrier Bücher und Medien:

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