Jack-Russell-Terrier

Jack-Russell-Terrier
  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Größe: 25 - 26 cm Widerristhöhe (Kleine Hunderasse)
  • Gewicht: 4 - 7 kg
  • Alter 13 - 14 Jahre
  • Fell: weiß/braun, weiß/schwarz, dreifarbig
  • Verwendung heute: Begleithund, Rattenjäger
  • früher: Rattenjäger
  • FCI-Standard: 345
  • FCI-Gruppe: 3 - Terrier
  • FCI-Sektion: 2

Jack-Russell-Terrier Rassengeschichte:

John (Jack) Russell (1795 bis 1883), Pfarrer und passionierter Jäger, begründete diese Rasse. Schon während seines Studiums in Oxford erwarb er seine erste Terrierhündin, eine weiße rauhhaarige Hündin mit Abzeichen am Kopf, die damals schon in wesentlichen Punkten dem heutigen Standard entsprach. Diese Hündin, genannt „Trump“, wird als Stammmutter der Rasse bezeichnet. Ihr Bild hängt in der Sattelkammer des Schlosses Sandrigham und ist das Eigentum der Queen. Sie wird von E. W. L. Davies in seiner Biographie „Memoir of the Reverend John Russell“ wie folgt beschrieben:

„Zuerst einmal ist ihre Grundfarbe weiß, mit nur einem braunen Fleck über jedem Auge und Ohr und einem Fleck, nicht größer als ein Penny, auf der Schwanzwurzel. Das Fell ist dichtanliegend und eine geringfügige Rauheit schützt ihren Körper vor Nässe und Kälte. Dieses Fell hat aber keinerlei Ähnlichkeit mit dem langen rauhaarigen Fell eines Scotchterriers. Die Beine sind pfeilgerade, die Pfoten perfekt. Die Lenden und die Gestalt des ganzen Rahmens weisen auf Unerschrockenheit und Ausdauer hin, während die Größe und das Gewicht dem einer ausgewachsenen Füchsin entsprechen.“

Jack Russell nahm die unterschiedlichsten Einkreuzungen mit anderen einfarbigen oder bunt gefleckten Arbeitsterriern vor. Sein Zuchtziel war immer die Arbeitstauglichkeit, ein typisches Rassebild kam in zweiter Linie. Rückblickend kann man sagen, dass diese Anstrengungen, an neues Zuchtmaterial zu gelangen, Fremdkreuzungen durchzuführen und dabei doch immer einen bestimmten Typ zu verfolgen, das große Verdienst des Reverend Jack Russell um diese Terrier war. Nach seinem Tod blieb eine Gruppe unterschiedlichster Terrier zurück, die zunächst nur „Working Terrier“ (Arbeitsterrier) genannt wurden. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts kam es dann auf, diese Terrier „Jack-Russell-Terrier“ zu nennen. Es gab nachfolgend immer Züchter, die am alten Typ dieses Terriers festhielten. Zwar nahmen diese auch Einkreuzungen vor, die aber immer im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit der Terrier durchgeführt wurden.

Dieser Tradition folgend wurden bis in die jüngste Vergangenheit im Jack-Russell-Terrier Einkreuzungen mit anderen Terrierrassen vorgenommen. Leider wurden auch andere Rassen wie z. B. Corgis, Beagles und Bullterrier kurzzeitig eingekreuzt, führten aber zu wenig gelungenen Ergebnissen.

Der Jack-Russell-Terrier erfreut sich seit dem letzten Weltkrieg auf dem europäischen Kontinent einer zunehmenden Beliebtheit, ganz besonders bei Jägern und Reitern. Der Jack-Russell-Terrier in seiner damaligen Form wurde am 22. Januar 1990 vom englischen „Kennel Club“ anerkannt, im Jahre 2000 kam die Anerkennung vom FCI. Anschließend folgte dann die Aufteilung der FCI in die Rassen Jack Russell Terrier und Parson (Jack) Russell Terrier.

Allgemeines über den Jack-Russell-Terrier:

Der Jack-Russell-Terrier ist in erster Linie ein Arbeitsterrier, ein Jagdhund. Er ist ein Hund von außerordentlicher Intelligenz. Sein Mut, sein Temperament, seine Ausdauer, sein Lauf- und Springvermögen und nicht zuletzt sein Wesen machen ihn zu einem außergewöhnlichen Hund.
Durch seine Größe und seinen geringen Brustumfang eignet er sich ausgesprochen gut für die Arbeit unter der Erde. Aber auch über der Erde ist er vielseitig einsetzbar. Er demonstriert auf Totsuchen genauso sein Können wie als Stöberhund z. B. bei der Jagd auf Schwarzwild. Er ist, natürlich in seinem körperlichen Rahmen, ein guter Apporteur. Seine Wasserpassion ist sprichwörtlich und Federwild zieht ihn magisch an.
Kleinen Kindern ist er in der Regel besonders zugeneigt, es kann aber auch sein, dass ihn sein Eigensinn zu einem schwierigen Hund macht. Herumtollen und Toben mag er und zwickende Hände erträgt er, wenn er es gelernt hat, mit stoischer Gelassenheit. Er ist umgänglich, anpassungsfähig und gesundheitlich sehr robust. Er bleibt bei entsprechender Haltung bis ins hohe Alter, nicht selten 15 bis 18 Jahre, fit. Diese Eigenschaften machen ihn auch zu einem guten Familienhund. Ein Jack-Russel-Terrier ist und bleibt aber ein Terrier, und das kann deshalb auch Schwierigkeiten bei der Erziehung machen. Er ist daher nicht unbedingt als Ersthund geeignet.

Wesensmerkmale der Hunderasse Jack-Russell-Terrier:

Der Jack-Russell-Terrier

  • ist für die Wohnung geeignet
  • braucht wenig Fellpflege
  • braucht viel Auslauf

Legende der Wesensmerkmale

Jack-Russell-Terrier Bücher und Medien:

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Grand Anglo-Francais Tricolore Die drei „Großen Anglo-Franzosen“ gehören zu den Laufhunden und unterscheiden sich lediglich durch die Farben des Fells. Jede dieser drei Farbkombinationen ist als eigene Hunderasse anerkannt. 1. Grand anglo-français tricolore (322): Großer Anglo-Französischer Dreifarbiger Laufhund 2....

  • Cairn-Terrier Der Cairn Terrier ist ein kleiner, etwa 28 - 32 cm großer und 7,5 kg - 10 kg schwerer Terrier. Das „doppelte“ Fell ist witterungsangepasst: üppiges, harsches aber nicht drahtiges Deckhaar mit dichter Unterwolle in den Farben cremefarben, weizenfarben, grau oder fast schwarz/dunkelgestromt (ab dem...

  • Catahoula Leopard Dog Der Louisiana Catahoula Leopard Dog wurde ursprünglich für die Jagd auf Wildschweine (Wild boar hogs) und Waschbären gezüchtet, als auch zum Treiben der Rinderherden (Cowherding). Der Catahoula ist vielseitig einsetzbar und sehr intelligent, was dazu geführt hat, dass er heutzutage neben der Jagd...

  • Plott Hound Der Plott Hound wird für die Jagd auf Bären, Puma, verwilderte Hausschweine (Hogs) und Waschbären in den Appalachen und anderen Bergregionen verwendet. Außerhalb der USA ist er relativ unbekannt. Aufgrund seiner Wildhärte und Robustheit erfreut sich der Plott Hound jedoch immer größerer...

Neue Artikel:

Hunde auf der Rolltreppe

Rolltreppen sind für Hunde eine oft unterschätzte Gefahr zur Beförderung. Zwar vereinfachen Rolltreppen uns den Alltag und bringen uns schnell von einem Stockwerk in das andere, aber Stürze von Senioren und Kleinkindern, eingeklemmte Kleidungsstücke sowie...

Osterfest tierfreundlich gestalten

Anlässlich vom vor der Türe stehende Ostern geben Tierschützer Tipps für ein tierfreundliches Osterfest um beim Feiern nicht auf den Tierschutz zu vergessen. Nach wie vor werden Kaninchen unter quälerischen Bedingungen in Käfigen 90 Tage gemästet,...

Lesetipp:
BOGAR - Phytotherapie für Haustiere

Pure Pflanzenkraft – beachtliche Effekte! Schon vor Tausenden von Jahren wurden z.B. in China Heilpflanzen zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Neuerdings sind rein pflanzliche Präparate auch für Haustiere erhältlich. Pure Pflanzenkraft – beachtliche Effekte! Nach...

Lassen Sie Ihren Hund nicht in der Hitze brüten

Tierrechtsorganisation warnt vor "Hot Dogs" in überhitzten Autos. Rechtzeitig vor Sommerbeginn warnt die internationale Tierrechtsorganisation PETA, People for the Ethical Treatment of Animals, davor, vierbeinige Freunde "auch nur für einen kurzen Augenblick" im Auto zu lassen....