Labrador Retriever

Labrador Retriever

Labrador Retriever Rassengeschichte:

Ebenso wie der Neufundländer und der Landseer stammt der Labrador von der kanadischen Ostküste, wenn auch nicht wirklich von der Insel Labrador, sondern dem Festland aus der Gegend Neufundlands. Ursprünglich wurde er dort von einem Oberst „St. John's“ genannt und schon als „der wahre Labrador“ vom Neufundländer unterschieden, und ab Beginn des 19. Jahrhunderts gezüchtet, die Bezeichnung „Labrador Retriever“ wird zuerst 1870 benutzt, wobei sich retrieve auf seine Funktion bei der Jagd bezieht. Beschrieben wurde der Labrador Retriever als mittelgroßer, kräftiger Hund mit typischem breiten Schädel und dicht behaarter "Otterrute". Im Gegensatz zum Neufundländer hatte dieser viel leichtere Hund eher die Aufgabe, bei der Jagd zu helfen oder abgetriebene Fische und Fischernetze aus dem Meer zu holen. Fischer brachten ihn im Lauf des 19. Jahrhundert nach Großbritannien, wo er, von seinem Herkunftsort her, den Namen Labrador bekam. In die Zuchtlinien wurde zur weiteren Ausprägung des Jagdtriebes der Pointer in die Linien eingebracht. Retriever bedeutet Apportierer. Ein Retriever, also ein Apportierhund, sollte ein "weiches Maul" haben, das heißt, dass er die Beute ohne Beschädigung zum Hundeführer bringt.

Nach der Einfuhr in Großbritannien durch den zweiten Earl (Herzog) Malmesbury (1778-1841) vor 1809 (als St. John's) fand er schnell seinen Weg zu den jagdbegeisterten Adeligen, auch sein Sohn (der dritte Herzog) züchteten den Labrador weiter. Hier wurde konsequent auf seine jagdliche Leistungsfähigkeit hin gezüchtet, und durch Vererbung an Adlige verbreitet, bzw vor dem Aussterben bewahrt.Alle heutigen Labradore gehen daher auf Avon zurück, geboren 1885, im Jahr, als infolge einer kanadischen Hundesteuer die meisten Hunde getötet wurden.

Der erste gelbe Labrador, der nicht als Fehlzüchtung betrachtet wurde, war Ben of Hyde, 1899 in der Zucht des Major Charles Radclyffe geboren. Da die Farbe nur rezessiv vererbt wird, breitete sich der gelbe Labrador erst etliche Generationen später aus. Am 7. Juli 1903 wurde der Labrador vom englischen Kennel Club als eigene Hunderasse anerkannt. Durch Gewinne bei den folgenden Ausstellungen wurde seine Zucht rasch populärer. In den 1930er Jahren entwickelten sich daher zwei Linien, die Ausstellungslinie mit besonders gutem und massigerem Aussehen, und die Arbeitslinie mit schlankerem Erscheinungsbild.

Der braune („chocolate/schokoladenfarbene“) Labrador konnte schon zuvor vorkommen, als Zuchtfarbe anerkannt wurde er erst durch den von Mrs. Pauling gezüchteten Ch. Cookridge Tango von 1961, Sohn von Tweed of Blaircourt (*1958) und Cookridge Gay Princess (*1956), der 1964 als Labrador anerkannt wurde. Als Welpe hat er ein helles, mattes Fell, dass er mit etwa drei Monaten nach und nach gegen das dunkelbraune, glänzende Fell ergänzt

Allgemeines über den Labrador Retriever:

Labradore sind sehr gutmütig, sie gehen mit fremden Menschen ebenso freundlich um wie mit Kindern oder anderen Tieren. Ein typischer Labrador ist recht bewegungsfreudig und braucht reichlich Auslauf. Außerdem lieben Labradore Wasser. Es ist enorm wichtig, dass der Labrador vor allem geistig gefordert wird - d.h. dass er auch arbeiten und seinen Kopf gebrauchen darf.
Als Ergebnis langjähriger Selektion auf jagdlich nutzbare Eigenschaften ist der Labrador ein Hund mit einer vorzüglichen Nase und mit einem weichen Maul, womit er gefundenes Wild oder andere Gegenstände unbeschädigt seinem Herrn zuträgt. Er ist sehr lernfähig und aufmerksam, beobachtet seinen Herrn dauernd und freut sich über jedes Lob. Diese Lernfähigkeit und Arbeitsfreude sollte man nicht nur bei der Ausbildung zum Jagd- oder sonstigen Arbeitshund nutzen, sondern auch beim reinen Familienhund. Unterforderte, in ihren Arbeitsanlagen nicht geförderte Hunde neigen dazu, unerwünschte Verhaltensweisen zu entwickeln. Heutzutage findet man ihn wegen seiner vielfältigen guten Eigenschaften im Einsatz als vielseitigen Jagdhund, Blindenhund, Therapiehund, Drogenspürhund, Rettungshund oder Sportkameraden bei Agility und Flyball. Darüber hinaus ist er ein geduldiger, nervenstarker, angenehmer und wirklich kinderlieber Familienhund, dem das enge Zusammenleben mit seinen Menschen über alles geht und der zu einem ausgewogenen Klima im Zusammenleben der Menschen erheblich beitragen kann
Der Labrador ist ein mit durchschnittlich 57cm recht großer, energischer Hund. Es gibt ihn in drei Fellfarben: Einfarbig schwarz, gelb (reicht von hellcreme bis fuchsrot) oder schokoladenbraun.

Sein Fell ist kurz und dicht. Die Pfoten weisen eine charakteristische, längliche Form auf (Katzenpfoten).
Obwohl es gemäß Standards nur einen Labrador gibt, existieren zwei Zuchtlinien: der stärkere, größere, "Showdog" genannte Typ und der feinere, kleinere Typ, der als "Working dog" bezeichnet wird. Der "Showdog" bringt meist 30 bis 40 kg auf die Waage, ein "Working dog" 20 bis 25 kg.
Der gelbe Labrador ist nicht zu verwechseln mit dem Golden Retriever, einem ähnlich großen und starken Retriever, jedoch mit deutlich längerem Fell.

Wesensmerkmale der Hunderasse Labrador Retriever:

Der Labrador Retriever

  • ist ein Familienhund
  • ist für die Wohnung geeignet
  • braucht mittlere Fellpflege
  • ist leichtführig
  • braucht Auslauf

Legende der Wesensmerkmale

Labrador Retriever Bücher und Medien:

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Bullterrier Der Bullterrier ist kräftig gebaut, muskulös, mit durchdringendem und entschlossenem Ausdruck. Ein einzigartiges Merkmal ist sein downface (divergierende Kopflinien) und der eiförmige Kopf. Das Haar ist kurz, glatt und ebenmäßig, meist reinweiß. Bei farbigen...

  • Broholmer Der Broholmer ist ein grosser Hund von Typ eines Mastiffs mit rechteckigem, kräftigem Körper und kraftvollem, ruhigem Bewegungsablauf. Seine Erscheinung wird durch eine mächtige Vorderhand geprägt. Der Kopf dieser Tiere massiv und breit, der Hals mächtig und...

  • Irish Red Setter Der Irish Setter ist ein ungestümer Vorstehhund mit sehr gutem Geruchssinn, schnell und wendig, der sich besonders gut im Sumpfgelände für die Schnepfenjagd eignet, er ist anhänglich, ausgeglichen, intelligent und ein guter Begleithund, der viel Aufmerksamkeit, aber auch den nötigen Auslauf...

  • Bluetick Coonhound Der Name "Blaugesprenkelte Waschbärhund" ist nicht ganz korrekt, in Wirklichkeit handelt es sich beim Bluetick Coonhoundum einen dreifarbigen Hund. Er ist wie alle Coonhounde eine in den USA entwickelte Hunderassen. Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Jagd auf den Waschbär (engl. Racoon oder kurz...

Neue Artikel:

Osterfest tierfreundlich gestalten

Anlässlich vom vor der Türe stehende Ostern geben Tierschützer Tipps für ein tierfreundliches Osterfest um beim Feiern nicht auf den Tierschutz zu vergessen. Nach wie vor werden Kaninchen unter quälerischen Bedingungen in Käfigen 90 Tage gemästet,...

Hunde an Regentagen beschäftigen

Es regnet und der Hund will spielen. Wer kennt das nicht? Regentage und nicht nur einen, sondern direkt mehrere hintereinander. Mit einem jungen Hund sind diese Tage nicht einfach zu bewältigen, denn dieser will spielen und sich bewegen. Zu diesem bekannten Problem gibt es...

Lesetipp:
Unsere Haustiere allein zu Hause??

Bald ist es wieder so weit: Der Sommer kommt und die Reisezeit naht! Wenn Tierbesitzer Urlaubspläne schmieden, gilt im Sinne unserer Haustiere einiges zu beachten: Katzen reisen nicht gerne und fühlen sich im vertrauten Revier/Heim am wohlsten! Für Stubentiger ist es ideal, wenn...

Wahrnehmung des Hundes: der Sehsinn

Viele wundern sich weshalb Hunde in vielen Situationen so schlecht sehen. Diese Meinung des schlechten Sehsinns des Hundes entsteht dadurch, dass der Mensch in bestimmten Situationen mit seinem scharfen Sehvermögen ganz anders reagiert als der Hund. Als zwei Vorurteile gelten, dass Hunde...