Saarlooswolfhund

Saarloos-Wolfhond
Saarlooswolfhund, Saarloos-Wolfhond
  • Ursprungsland: Niederlande
  • Größe: 60 - 75 cm Widerristhöhe
  • Gewicht: 36 - 41 kg
  • Alter 10 - 12 Jahre
  • Fell: wolfsgrau, wolfsbraun
  • Verwendung heute: Begleithund
  • früher: Zuchtverbesserung
  • FCI-Standard: 311
  • FCI-Gruppe: 1 - Hütehunde und Treibhunde
  • FCI-Sektion: 1

Saarlooswolfhund Rassengeschichte

Zu Anfang leisteten auserwählte Tiere des damals neuen Saarlooswolfhundes gute Dienste als Blindenführhunde, so dass man die Hunderasse vorerst für diese Arbeit geeignet hielt. Durch vermehrte Zufuhr an Wolfsblut verlor sich jedoch das Gebrauchserbe des ursprünglichen Stammvaters und es zeigte sich, dass die Rasse als Gebrauchshund, damit auch als Blindenführhund, wenig geeignet ist. Der Saarlooswolfhund gilt als relativ scheu, schreckhaft und schwer abzurichten dank seines Anteiles an Wolfsblut und ist damit als Gebrauchshund und für den Diensteinsatz nicht geeignet.


Saarlooswolfhund Charakter


Wie bei allen Hunden, in die ein Wolf eingekreuzt wurde, ist das Wesen einzelner Exemplare stark schwankend. Es reicht von "normal", also hundeähnlich bis hin zu wolfsähnlich, also bis scheu und schreckhaft. Der Saarlooswolfhund braucht eine sehr frühe Sozialisation, vorzugsweise von Menschen mit sehr viel Hundeverstand und viel Liebe bei der Erziehung, da der Hund äußerst sensibel und einfach zu verschrecken ist. Oft zeigt der Saarloswolfhund die Vorsichtigkeit und das Reaktionsvermögen eines Wolfs zusammen mit der Anhänglichkeit und Treue des Hundes, dennoch ist er als Anfängerhund definitiv nicht geeignet.


Fell vom Saarlooswolfhund


Im Winter erscheint der Saarlooswolfhund mit starker Unterwolle unter stockigem Deckhaar, was ihm reichlich Pelz für die kalten Monate beschert und am Hals einen deutlichen Kragen bildet. Die Sommerbehaarung wird vom stockhaarigen Deckhaar dominiert. Im Herbst und Winter können Temperaturschwankungen großen Einfluss auf die Unterwolle haben - hierbei ist zu beachten, dass anlagemäßig Bauch, Innenseite der Oberschenkel und Hodensack mit Haar bedeckt sein müssen.
Die Farben des Fells eines typischen Saarlooswolfhund reichen von hellem bis zu dunklem Wolfsgrau und ebenfalls von hellen bis dunklen, braun-schattierten Wildfarben.

Saarlooswolfhund Rassebeschreibung

Der Hunderasse Saarlooswolfhund (auch: Saarlooswolfhond) ist eine niederländische Hunderasse, die durch die Kreuzung vom Deutschen Schäferhund und Wolf entstanden ist.

 

Als der Niederländer Leendert Saarloos 1932 zu dem Entschluss kam, dass moderne Hunde seiner Zeit zu stark degeneriert waren, kreuzte er als Freund des Deutschen Schäferhundes eine Wölfin aus dem sibirischen Zweig des europäischen Typus mit einem klassischen, preußischen Typus des Deutschen Schäferhundes.

Durch Rückkreuzungen auf den Vater entstand eine Basispopulation von Hunden mit einem Viertel Wolfsblut, der "Europese Wolfhond" (europäischer Wolfhund), der erst 1975 in den Saarlooswolfhond (Saarlooswolfhund) umbenannt wurde. Eine kleine Besonderheit am Namen ist die Tatsache, dass der Saarlooswolfhund ohne Fugen-s geschrieben wird.

Wesensmerkmale der Hunderasse Saarlooswolfhund

Der Saarlooswolfhund

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Papillon Der Papillon gehört mit bis zu 28 cm Schulterhöhe und ca. 4 kg zu den Kleinhunderassen. Das Temperament wachsam, verspielt, lebhaft und freundlich. Beide Rassen sind im Verhältnis zu ihrer Größe durchaus robust und lieben ausgedehnte Spaziergänge. Im Zusammenleben mit diesen Hunden ist es...

  • Österreichischer Pinscher Diese Rasse ist von Natur aus ein Hund fürs Land. Bei ausreichend Auslauf kann man ihn aber auch in der Stadt halten. Lange Spaziergänge oder Wanderungen sind genau das Richtige. Den Österreichischen Pinscher kann man aber auch für Behändigkeitsübungen und Gehorsamkeitsübungen begeistern....

  • Samojede Obwohl Samojeden eigentlich Arbeitshunde sind, werden sie heute hauptsächlich als Haus-, Familien- oder Ausstellungshunde sowie gelegentlich im Hundesport, beispielsweise in Agility, mit gutem Erfolg eingesetzt. Seltener werden sie als Schlittenhunde bei Schlittenhunderennen verwendet, da sie...

  • Ca de Bestiar Der Ca de Bestiar ist ein ursprünglicher, großer, robuster, kräftiger und mutiger Wach- und Schutzhund, der außerordentlich territorial eingestellt und zum Arbeiten geboren ist. Er ist geistig und körperlich gesund, hart zu sich selbst, seinen Menschen aber bis in den Tod treu ergeben....

Lesetipp im Hundemagazin:

Die Leishmaniose

Die Leishmaniose ist beim Hund eine gefährliche, möglicherweise sogar tödliche Erkrankung, die durch den Stich einer Sandmücke (Schmetterlings- oder Engelsmücken) übertragen werden kann. Diese Mücken übertragen einzellige Parasiten, die sich in der Blutbahn...

Wie Hunde unser Liebesleben beeinflussen

Dass unsere Vierbeiner unser Leben bereichern, wussten wir bereits, jedoch zeigen neueste Studien: Sie helfen auch unserem Liebesleben auf die Sprünge. Vier Gründe, warum unser Hund der beste Wingman ist: 1. Du hast einen neuen Freund Hunde steigern nicht nur unser...