Puli

Puli

Puli Rassengeschichte:

Pulik gehören zu den ungarischen Hirtenhunden und haben ein sehr markantes Fell (siehe unten). Bei Ausgrabungen in Mesopotamien hat man bis zu 4000 Jahre alte Amulette mit Abbildern gefunden, die den Puli sehr ähnlich sehen. Damit gehören sie zu den ältesten bekannten Hunderassen. Besonders verbreitet haben sich Puli in Ungarn, wo auch die Ahnen der heutigen Puli gezüchtet und als Hütehunde gehalten wurden. Ein ungarisches Sprichwort lautet: "Es ist kein Hund, es ist ein Puli", "ez nem kutya, hanem puli". Direkte Übersetzung lautet: "Das ist kein Hund, sondern ein Puli"

Allgemeines über den Puli:

Der Puli (ungarisch für "Führer") mit seinem wasserdichten Fell ist mit ziemlicher Sicherheit der Vorfahre des Pudels. Das Fell ist Rassemerkmal und Kennzeichen der bis 45 cm großen (Widerrist) und 11 -14 kg schweren Puli. Es besteht aus dicken Schnüren (ähnlich wie Dreadlocks), die nach dem Ablegen des Welpenfells (die Welpen haben ein flauschiges Fell) verfilzen und das längere, härtere, krause Deckhaar erzeugen. Die Schnüre können bis zum Boden herabhängen und entstehen durch jahrelang dauernde Verfilzung. Die Schnüre sind fest und schwer und die Ausformung dauert um die zwei bis drei Jahre. Das Fell schützt sie sowohl vor Kälte als auch vor angreifenden Feinden. Es wird nicht ausgetauscht und wächst nur langsam nach. Die wenigen ausfallenden Fellplanken können einfach aufgehoben und entsorgt werden. Schlappohren, dunkle, mandelförmige Augen und eine schwarze Nase sind Bedingung. Ihre ebenfalls dichtbehaarte Rute hebt sich vom Hinterleib ab und ist an der Spitze leicht nach oben gebogen. Pulik können sowohl schwarzes-dunkelbraunes als auch weißes Fell haben.
Dieser Hund wird niemals gekämmt oder gebürstet, damit sich die typischen Schnüren ausbilden können. Allerdings ist beim heranwachsenden Puli eine ausdauernde Pflege der sich bildenden Fell-Planken nötig. Das "Zotten" (Auseinanderziehen der Haarspitzen) ist nötig, damit sich nicht das gesamte Deckfell zu einer Planke (Platte) verfilzt. Nach dem Auswachsen reicht es, ab und zu "nachzuzotten". Auf Grund der Eigenarten seines Fells wird der Puli nur selten gewaschen. Es ist zu bedenken, dass das Trocknen mehrere Tage dauert. Wenn sich kein Kot im Fell verfängt und der Hund keinen Durchfall hat, reicht es daher, ihn einmal im Quartal nur mit klarem Wasser zu waschen (Nicht im Winter, da sonst bei Spaziergängen die nassen Fellplatten einfrieren und dem Hund starke Schmerzen zufügen können). Zu bedenken ist auch, dass bei diesem üppigen meist bodenlangen Fell besonders an nassen Tagen vermehrt Schmutz ins Haus getragen wird.
Selbstständig und dominant, willensstark, sehr treu und anhänglich, intelligent, hart arbeitend, wachsam, mutig, verteidigen sie entschlossen und laut bellend ihr Territorium und sind fremden Hunden wie Menschen misstrauisch gegenüber. Sie sind beweglich, schnell, lernbegierig und ausdauernd. Als Gebrauchshunde sind Pulik Hütehunde für Kleintiere, Borstenvieh und Geflügel, die Herden in der Größe von hunderten Tieren treiben können. Daher auch das ausgeprägte Treibverhalten mit Fixieren, Zwicken in die Fersen und Verbellen. Die Bellfreude kann jedoch gelegentlich zum Problem werden. Puli haben eine für Hunde dieser Größe übliche hohe Lebenserwartung von ca. 14 Jahren. Es gibt auch Berichte von Puli, die 18 Jahre und älter wurden.
Genetisch sind Puli dem Coppinger´schen Urhund mit 13 kg sehr ähnlich, und auf Grund ihrer Statur daher äußerst lauffreudig und beweglich. Eine Haltung in kleinen Wohnungen ist unproblematisch kann doch kein Wohnumfeld den nötigen Auslauf ersetzen, in Zwingern ist jede Hundehaltung problematisch. Nach der Welpenregel 5 Minuten pro Lebensmonat ergeben sich die Grenzen für Hund und Halter. Ideale Bewegungszeiten sind Morgen- und Abenddämmerung, bei Temperaturen von ca. 15 Grad Celsius erleben Sie agile "huncut" (ungarisch Strolche) die bei Regen, Minusgraden oder anderen widrigen Umständen stundenlang regungslos dösen. Ein Puli ist ein sehr treuer Begleiter, der seine Familie und deren Grundstück mit größter Aufmerksamkeit bewacht und alles für sie tut. Puli sind sehr umgänglich, werden sie aber mit Fremden auf dem Grundstück der Besitzer (also ihrer Herde) allein gelassen, sind sie diesen gegenüber wachsam und scheu. Ihnen fremde Personen sollten daher erst "vorgestellt" werden und als Freunde der Familie beigebracht werden. Puli sind meist wasserscheu. Das meist bodenlange Fell saugt sich voll Wasser und behindert beim Schwimmen und trocknet auch nur langsam.

Wesensmerkmale der Hunderasse Puli:

Der Puli

  • ist für die Wohnung geeignet
  • braucht viel Fellpflege
  • ist leichtführig
  • braucht Auslauf
  • ist ein guter Wachhund

Legende der Wesensmerkmale

Puli Bücher und Medien:

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