FCI verbietet Russischen Kynologischen Föderation FCI-Events

In einer Stellungnahme auf Facebook verurteilen der FCI und sein Generalkomitee die Invasion der Ukraine durch die Streitkräfte der Russischen Föderation und verbietet ab dem 1. März 2022 bis auf Weiteres der Russischen Kynologischen Föderation (RKF) auf russischen Gebiet Veranstaltung durchzuführen, bei denen FCI-Titel oder Preise verliehen werden (CACIB-Shows, CACIT-Tests, CACIAG-Wettbewerbe)

Trauriger Hund

Hier die Übersetzung der Ankündigung vom 28. Februar 2022:

„Dieser Konflikt und diese Aggression können niemanden gleichgültig lassen, und wir alle fühlen uns besorgt, traurig und wütend. Die Invasion der Ukraine durch die russische Armee hat auch ganze Familien unserer Hundegemeinschaft in völlige Not gebracht.

Dieser Krieg hat unsere Züchter und ihre Hunde einem großen Risiko ausgesetzt und ihr Wohlergehen und ihr Leben direkt bedroht. Viele mussten fliehen, andere überleben in prekären Bedingungen, verstecken sich in Unterkünften, in denen Lebensmittel und Grundstoffe sehr knapp werden. Doch in diesen schrecklichen und schwierigen Zeiten haben sie ihre Hunde nicht im Stich gelassen!

Diese schrecklichen Umstände widersprechen den schriftlichen Prioritäten und Wohlfahrtsempfehlungen des FCI sowie unserer Politik und Zielen.

Die Situation hat den FCI-Generalausschuss dazu veranlasst, am Sonntag, 27. Februar 2022 eine außergewöhnliche Sitzung abzuhalten. Im Rahmen der rechtlichen Grenzen des FCI und seines Gesamtkomitees wurden wichtige Entscheidungen auf der Grundlage der Satzung des FCI und der Standing Orders getroffen.

Ab dem 1. März 2022 und bis auf Weiteres ist es der Russischen Kynologischen Föderation (RKF) nicht erlaubt auf dem russischen Gebiet Veranstaltung durchzuführen, bei denen FCI-Titel oder Preise verliehen werden (CACIB-Shows, CACIT-Tests, CACIAG-Wettbewerbe usw.)

Um unseren Mitgliedern/ Vertragspartnern und allen anderen Personen die Möglichkeit zu geben, ihre Solidarität und Hilfe gegenüber dem ukrainischen Volk, ihren Hundeliebhabern/Züchter/Hütern zum Ausdruck zu bringen, wird der FCI ein Bankkonto eröffnen um mit Spenden der ukrainischen Kennel Union (UKU) und den ukrainischen Züchtern zu helfen, die vom Krieg schwer betroffen sind und entweder in der Ukraine leben oder in Nachbarländer geflohen sind.

Der FCI wird sich in erheblichem Umfang an diesem Fonds beteiligen. Weitere Details werden in den folgenden Tagen mitgeteilt. Der FCI ist eine riesige Gemeinschaft, eine vereinte und starke Familie, also lasst uns alle aufstehen und unsere Solidarität für die Ukraine zeigen!“

Unterzeichnet wurde die Ankündigung von den Mitgliedern des FCI-Generalkomitees FCI Präsident
Dr. T. Jakkel, FCI-Vizepräsident G. Jipping, FCI Schatzmeister B. Müller,  M.A. Martinez, R. von Santiago
C. Molinari, Präsident der FCI Europe Sektion J. Hindse, Präsident der FCI Americas und Carribean Sektion JL. Payro, Präsident der Sektion FCI Asien, Afrika und Ozeanien D. Santos und FCI Executive Direktor Y.d. Clercq.

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