Gesundheit und Pflege bei Hunden - Ratgeber & Tipps

Damit dein Hund gesund und munter bleibt, gilt es als Hundehalter einige Punkte zu beachten. In der Gesundheit Rubrik findest du Ratgeber & Tipps über das Thema Hundegesundheit & Hundepflege. Denn ein gut gepflegter Hund ist robuster gegen einige Krankheiten. Wir schreiben zudem über häufige Fragen, die regelmäßig auftauchen, wenn man sich um einen Vierbeiner sorgt.

So bleibt dein Hund gesund

Unsere Hunde leben immer länger, kleine Hunde können bis zu 20 Jahre alt werden. Damit die Vierbeiner auch ein gesundes, erfülltes Hundeleben haben, bist Du als Halter gefordert. Hier erhältst Du Tipps, wie Du Deinen Hund lange gesund erhältst.

Ernährung auf deinen Hund abstimmen

  • Welches Futter dein Hund benötigt, hängt von Alter, Aktivität und Körpergröße ab. Welpen haben einen höheren Bedarf an Mineralstoffen. Ältere Hunde benötigen weniger Energie. Egal ob Du Trockenfutter und Nassfutter fütterst, oder den Hund barfst, die Ration muss für einen gesunden Hund an den individuellen Bedarf angepasst werden.
  • Um den Magen- Darmtrakt nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, ist es wichtig, festgelegte Fütterungszeiten einzuhalten. Kleine Hunde werden dreimal, große Hunde zweimal täglich gefüttert. Wird die Portion nicht aufgefressen, kann der Rest im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Barf-Rationen bestehen zu 50 - 60 % aus hochwertigem Muskelfleisch von Huhn und Rind. Der Rest setzt sich aus Gemüse, Getreide und Obst zusammen. Futterergänzungsmittel, Kräuter und Öle sorgen dafür, dass für einen gesunden Hund alle Nährstoffe in der Futterration enthalten sind.
  • Als Belohnung für Hunde eignen sich getrocknete Kausnacks, die die Zahngesundheit unterstützen.
  • Die Größe der Futterportion muss auf die Aktivität des Hundes abgestimmt sein. Zu viel Energie führt zu Übergewicht und Folgeerkrankungen.

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Pflege die deinem Hund gut tut

  • Um das Fell gesund und glänzend zu erhalten, benötigt ein Hund nicht nur artgerechtes Futter. Mit einer Zupfbürste werden lose Haare entfernt. Das Fell wird durchlüftet, die Durchblutung der Haut angeregt. Durch regelmäßiges Bürsten des Fells werden Verfilzungen entfernt, das Risiko für Hautentzündungen sinkt.
  • Um das Ballenhorn geschmeidig zu erhalten, müssen die Pfotenballen auch im Sommer gut eingecremt werden. Heißer Asphalt ist für Hundepfoten genauso schädlich wie Streusalz.
  • Du solltest die Zähne des Hundes mehrmals pro Woche mit einer Zahnbürste und Zahncreme reinigen. Bakterienbeläge werden entfernt, die Bildung von Zahnstein und Zahnfleischentzündungen wird verhindert. Zahnbeläge bestehen aus abgestorbenen Bakterien, die Toxine freisetzen. Die Giftstoffe wandern zu den inneren Organen und verursachen Entzündungen.

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Würmer, Zecken und Flöhe - Was tun?

  • Flohbefall verursacht starken Juckreiz. Reagiert Dein Hund allergisch auf Flohspeichel, entstehen eitrige, nässende Entzündungen.
  • Zecken übertragen verschieden Krankheitserreger, wie Borrelien.
  • Spulwürmer und Bandwürmer siedeln sich im Darm an. Sie ernähren sich von Blut und aufgespaltenen Futterbestandteilen. Deinem Hund werden wichtige Nährstoffe entzogen, er verliert Gewicht und wird anämisch.
  • Um den Hund zu schützen, kannst du regelmäßig Spot- on Präparate gegen Flöhe und Zecken zwischen die Schulterblätter auftragen. Ein natürlicher Parasitenschutz ist Kokosöl.
  • Wurmkuren sollten nicht prophylaktisch durchgeführt werden. Durch Kräuterzusätze oder geriebene Karotten wird das Darmmilieu verändert. Die Würmer setzten sich nicht fest und werden ausgeschieden. Eine chemische Wurmkur nur nach einem Nachweis des Wurmbefalls durchführen.

Krankheiten durch Vorsorge verhindern

Viele Krankheiten können durch eine gute Vorsorge verhindert werden. Dein Hund sollte einmal pro Jahr von einem Tierarzt durchgecheckt werden. Jährliche Impfungen sind nicht mehr nötig, da der Impfschutz der meisten Impfstoffe 2 - 3 Jahre anhält. Dein Hund sollte alle Impfungen erhalten, die er individuell benötigt, um vor Staupe, Tollwut, Leptospirose, Hepatitis, Zwingerhusten, Borreliose und Parvovirose geschützt zu sein. Unternimmst Du Reisen nach Südeuropa sollte auch eine Impfung gegen Leishmaniose durchgeführt werden.
Ist Dein Hund einmal krank, wird der Tierarzt Medikamente verordnen. Die Dosierung und Dauer der Eingabe, vor allem von Antibiotika, muss genau eingehalten werden, um Resistenzen zu vermeiden.

Bewegung und geistige Beschäftigung

Auch Hunde wollen gefordert werden. Ausreichend Auslauf und Schnüffelzeit gehören zu einem artgerechten und gesunden Hundeleben. Gestaltest Du den Spaziergang abwechslungsreich mit Suchspielen, wird auch die geistige Aktivität Deines Hundes gefördert. Abwechslung hält deinen Hund gesund.

Wissenswertes über Hundekrankheiten lesen.

Sicherheit für den Hund um Haushalt und unterwegs

Damit Dein Hund auch an dunklen Tagen gut sichtbar ist, kann er reflektierende Warnwesten und Leuchthalsbänder tragen. Chemische Reiniger und Giftpflanzen können Vergiftungen verursachen. Diese sollten für Deinen Hund immer unerreichbar sein!

Vorsorge ist die beste Medizin. Artgerechtes Futter und ausreichend Bewegung halten Deinen Hund fit und gesund.

Hundegesundheit & Pflege

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