Impfungen beim Hund

Damit der junge Hund einen guten Start ins Leben hat, sind Impfungen zwingend notwendig. Der junge Vierbeiner muss rechtzeitig geimpft werden, es ist eine vorbeugende Maßnahme, die dem Welpen nicht wehtut, aber vor vielen Hundekrankheiten schützt.

Die Welpen kommen zur Welt

Bei einem Hunde-Baby ist das Immun-System noch nicht ausgereift. Zwar erhalten sie von der Mutter eine Grundausstattung an Anti-Körpern, damit sie ab dem ersten Tag vor Infektionskrankheiten geschützt sind.

Die ersten Lebenstage ernähren sich die kleinen Hunde-Babys noch von Muttermilch, sie sind also gut versorgt und nehmen über die Muttermilch weitere Anti-Körper auf. Der Organismus der kleinen Hunde kann die Abwehrstoffe zwar aufnehmen, aber sie werden nicht gespeichert. Das Hunde-Baby baut die Anti-Körper ab und spätestens in der 14. Woche haben sie überhaupt keinen Schutz mehr. Der Welpe sollte also innerhalb des ersten Jahren eine Impfung erhalten, so wird ein Schutz aufgebaut und die Hunde sind in der Lage sich gegen Krankheiten zu wehren.

Der richtige Zeitpunkt für die Impfung

In aller Regel werden die Hunde in der 8. Woche geimpft, allerdings sollte die Wurm-Kur bereits abgeschlossen sein. Meist veranlasst schon der Züchter die Impfung, aber wenn es sich um einen Mischling handelt, muss der Hundebesitzer mit dem Welpen zum Tierarzt. Das Mindestalter für eine Impfung liegt bei acht Lebenswochen und das sollte unbedingt eingehalten werden. Vorher sollten die Impfungen beim Welpen nicht durchgeführt werden, da das Tier einfach noch keine eigene Immunität aufbauen kann. Natürlich muss das Tier bei der Impfung gesund sein, aber das stellt der Tierarzt sicher.

Grundimmunisierung bei Hunden

Zuerst wird der Tierarzt den Hund gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Zwingerhusten impfen. Damit der Welpe aber wirklich eine Immunität gegen diese Krankheiten aufbauen kann, wird er zweimal geimpft. Dazwischen sollten vier Wochen liegen. Damit das Tier wirklich vollständig geschützt ist, erfolgt in der zwölften bis sechzehnten Lebenswoche eine Nach-Impfung, hier werden alle Komponenten erneuert und ein Mittel gegen Tollwut hinzugefügt.

Auffrischung

Alle Impfungen legen den Grundstein, für ein langes und zufriedenes Hunde-Leben. Damit die Krankheiten längere Zeit verhindert werden, muss die Immunisierung immer wieder aufgefrischt werden, manchmal jedes Jahr, manchmal alle zwei bis drei Jahre. Wann wieder geimpft werden muss, weiß der Tierarzt.

Impfungen vor Reisen

Bei Reisen ins Ausland empfiehlt es sich, den Vierbeiner impfen zu lassen. So ist er auch vor Krankheiten geschützt, die bei uns vielleicht gar nicht vorkommen. Welcher Schutz hier sinnvoll ist, muss der Tierhalter mit dem Tierarzt besprechen.

Lebensgefährliche Krankheiten

Gegen bestimmte Erreger sollte der Vierbeiner ausreichend geschützt sein, denn manche Krankheiten verlaufen tödlich. Pflicht-Impfungen sind

  • Tollwut
  • Staupe
  • Parvovirose
  • Hepatitis

Diese Krankheiten sind für den Vierbeiner lebensgefährlich und können sogar auf den Menschen übertragen werden. Core-Impfungen sind also zwingend erforderlich. Dann gibt es noch die Wahl-Impfungen, die nicht unbedingt durchgeführt werden müssen. Dabei handelt es sich um

  • Zwingerhusten
  • Babesiose
  • Borreliose
  • Leptospirose
  • Herpes-Virus-Infektionen
  • Tetanus
  • Dermatophytose

Ob die Wahl-Impfungen durchgeführt werden müssen, hängt sehr davon ab, in welcher Umgebung der Welpe aufwächst und ob er wirklich gefährdet ist. Der Tierarzt ermittelt das Risiko und erstellt gegebenenfalls einen speziellen Impfplan. Es ist nie verkehrt das Tier impfen zu lassen, aber der Vierbeiner sollte nur so oft geimpft werden, wie es wirklich nötig ist.

Tollwut

Diese Krankheit wird durch Viren übertragen, mit der sich auch Menschen infizieren können. Aber diese Erkrankung ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz eher selten. Ist die Tollwut ausgebrochen, zeigt das Tier die ersten Anzeichen, Veränderungen im Verhalten ist zu beobachten und Angstzustände und Nervosität wurden ebenfalls festgestellt.

Leptospirose

Es ist eine Infektionskrankheit, die von Bakterien ausgelöst wird. Auch diese Krankheit ist auf den Menschen übertragbar. Diese Erkrankung muss umgehend dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden. Viele andere Tierarten können diese Krankheit ebenfalls bekommen, zum Beispiel Katzen, Schweine oder Rinder. Im Sommer steigt für Hunde das Risiko sich mit Leptospirose zu infizieren.

Staupe

Es ist eine Virus-Erkrankung, die allerdings verhindert werden kann. Die meisten Hunde sind ja geimpft und somit immun gegen Staupe. Andere Tiere sind sehr wohl gefährdet, Füchse, Wölfe, Frettchen, Marder, usw.

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