Baby und Hund: Tipps für ein gutes Zusammenleben

Baby und Hund

Wie kann man einen Hund auf ein Baby vorbereiten? Die Geburt eines Babys in einer Familie mit Hund kann ein sehr entscheidender Punkt in der Beziehung zwischen Tier und Mensch sein. Aus diesem Grund gilt es folgende Punkte zu beachten um frühzeitig eine gute Beziehung zwischen Baby und dem Hund zu fördern.

Der größte Fehler werdender Eltern und Hundehalter ist es den Hund ohne „Vorwarnung“ mit dem neuen Familienmitglied zu konfrontieren. Die sensiblen Hunde merken bereits während der Schwangerschaft, dass da etwas anders ist. Es gibt Tiere, die dann besonders fürsorglich gegenüber der werdenden Mama  werden. Andere Hunde hingegen bekommen Angst vor Liebesentzug und setzen manchmal gezielt Aktionen, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Wir haben alle schon von Fällen gehört, in denen ein Hund nach einem Baby geschnappt hat und die Eltern das Tier letztendlich schweren Herzens weggeben mussten. Gott sei Dank sind das Einzelfälle.

so Martina Pluda von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.

Wie du deinen Hund auf euer Baby vorbereitest

  1. Bereite deinen Hund auf die neuen Gerüche und Geräusche vor: Spiele dazu Aufnahmen mit typischen Babygeräuschen ab, während der Vierbeiner spielt oder ein Leckerli bekommt. Dadurch verbindet dieser die Geräusche mit etwas Positiven und gewöhnt sich gleich daran.
  2. Creme dich ab und zu mit Babyöl ein und gib Babypuder auf die Haut: Diese Gerüche werden in den ersten Monaten nach der Geburt zu Hause vorherrschen.
  3. Wenn das Baby schon geboren, aber noch im Krankenhaus ist, bringe getragenes Gewand vom Baby mit nach Hause und gib es deinem Hund zum Beschnuppern.
  4. Lasse deinen Hund das Baby in einer für ihn entspannten Umgebung kennenlernen: Das Tier sollte das Baby aus nächster Nähe wahrnehmen und riechen dürfen. Aber Achtung: Einen stürmischen Hund solltest du zuerst an der Leine halten.

Baby und Hund im Familienleben

Nach dem Kennenlernen ist es sehr wichtig, den Hund immer in das Familienleben einzubinden. Sobald sich der Hund ausgeschlossen fühlt, wird er dies mit dem Baby in Verbindung bringen und den Säugling als Gefahr sehen. Wenn der Hund aber merkt, dass sich an der Zuwendung seiner Halter zu ihm nichts geändert hat, wird er sich sehr schnell entspannen. Schöne Momente sind Fälle von "Liebe auf den ersten Blick", in denen Hunde dem Baby gleich von Anfang an Zuneigung und Fürsorge entgegenbringen.

Da ein Baby den Tagesablauf in der Familie natürlich durcheinander bringt, empfiehlt es sich ein bisschen weniger, dafür aber ausgiebiger mit dem Vierbeiner Gassi zu gehen. Beginne das Futter nicht mehr zu den gewohnten Zeiten zu geben, denn auch der Schlafrhythmus der werdenden Eltern wird in Zukunft defintiv nicht mehr so regelmäßig wie vor der Schwangerschaft sein.

EIn wichtiger Tipp am Ende: Auch wenn die Beziehung zwischen Hund und Baby optimal ist, zum alleinigen Babysitter sollte man das Tier auf keinen Fall machen. Eltern oder eine erwachsene Aufsichtsperson müssen unbedingt immer dabei sein. Das gilt aber natürlich auch für Kinder.

Links zum Thema Baby & Hund

forum.hundund.de/hundeerziehung/baby-und-hund-und-wird-immer-schlimmer-t117794.html
forum.hundund.de/hundeerziehung/hund-ist-starknervoes-seit-das-baby-ist-t100126.html

www.planethund.com/hundewissen/baby-kind-hund-funktioniert.html

www.martinruetter.com/service/expertenbeitraege/dogs-expertenbeitrag/ein-baby-zieht-ein-richtige-regeln-fuer-hundehalter/

Foto: Pixabay / 3194556

Quelle: Vier Pfoten

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