Kurzhaarcollie

Smooth Collie
Kurzhaarcollie, Smooth Collie
  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Größe: 51 - 61 cm Widerristhöhe
  • Gewicht: 18 - 30 kg
  • Alter 12 - 14 Jahre
  • Fell: braungrau/weiß, blau-marmoriert, dreifarbig
  • Verwendung heute: Begleithund
  • früher: Schafe hüten
  • FCI-Standard: 296
  • FCI-Gruppe: 1 - Hütehunde und Treibhunde
  • FCI-Sektion: 1

Kurzhaarcollie Rassengeschichte

Bei ihm stimmt die Rassenbezeichnung nicht ganz, denn ein eigentliches Kurzhaar trägt er nicht, sondern weit eher ein Stockhaar, bestehend aus einem wetterfesten Deckhaar und einer darunterliegenden isolierenden Schicht von kurzem Wollhaar. Er hat in dieser Hinsicht mindestens eine Eigenschaft des alten Gebrauchshundes behalten. In seinem Körperbau jedoch stimmt er völlig mit dem Langhaar-Collie überein. Strebel führt ihn als eine vom Lang-haar-Collie getrennte Rasse an, betrachtet ihn als Abkömmling der alten Treibhunde, sagt dann aber, spätere Einkreuzungen von langhaarigen Collies hätten den alten Treibhund zu einem Glied der Collies gemacht. Die Frage, wer vom ändern abstammt, erinnert an die alte Streitfrage, was wohl eher dagewesen sei, das Huhn oder das Ei. Beide sind sicher eines Stammes. Abkömmlinge des alten „Cur-dog", von dem Bewick (1790) sagt: „Der Cur-dog ist ein zuverlässiger und nützlicher Diener des Landmanns und des Viehmästers. Obschon er unter den Naturforschern nicht als eine Rasse angesehen wird, ist seine Verbreitung im Norden Englands so allgemein, und seiner Zucht wird dort so große Fürsorge geschenkt, daß ich nicht umhin kann, ihn als bestimmte Rasse anzuerkennen ... Die Farbe ist meist schwarz mit weißer Halskrause, die Ohren sind halb umgeklappt." Bewick bildet den Cur-dog mit einer halblangen Stummelrute ab; nach H. Bylandt („Dogs of all nations", 1905) soll es noch zu seiner Zeit stummelschwänzige Collies gegeben haben, die vom Northern und Midland Sheep-Dog Club anerkannt waren.
Sicher wurden Kurz- und Langhaar-Collies immer wieder untereinander gekreuzt.
Kenner der beiden Varietäten sagen, der Kurzhaar-Collie sei robuster als sein langhaariger Vetter und eigne sich besser zum Gebrauchshund. Das mag daher kommen, weil er länger als der noble Langhaar-Collie nur Bauern- und Schäferhund geblieben war und so viel von seiner ursprünglichen Wesensart in die heutige Zeit hinübergerettet hat. Außerhalb der Britischen Inseln hat der Kurzhaar-Collie nie eine wesentliche Verbreitung gefunden.

Kurzhaarcollie Rassebeschreibung

Der Kurzhaarige Collie (engl. Smooth), hat hartes, dichtes und kurzes Haar und ähnelt auf den ersten Blick einem Laufhund oder Windhund. Der FCI führt ihn als eigene Rasse unter der Nummer 296. Er ist in der Öffentlichkeit sehr selten anzutreffen. Da er nie Modehund war, dürfte es um seine Gesundheit besser bestellt sein, jenseits aller "Modetorheiten".
Der Collie wird heute in zwei Varianten gezüchtet. Der Britische Collie ist ein eleganter bis 61 cm großer und bis 25 kg schwerer Begleithund und ein etwas gemischtes Ober- bzw. Unterfell wodurch das Fell mehr aufplüscht. Er gilt auch heute noch als vornehmer, um nicht zu sagen adliger Luxushund. Der amerikanische Typ ist 61-66 cm groß und wird bis zu 30 kg schwer, hat eine etwas längere Nase wodurch der Kopf schmaler wirkt, und ein deutlich unterscheidbares glattes Ober- und Unterfell. Er ist insgesamt ein wenig ursprünglicher. Des Weiteren kommen hier auch mehr Farbschläge zum tragen. Beide Typen sind jedoch ausgezeichnete Wächter für Tierherden, wie Schafe und ein guter Spielkamerad für Kinder. Dieser geschmeidige und aktive Hund hat dichtes Fell, das Deckhaar ist lang und mit einem seidig weichem pelzigem Unterhaar unterlegt.

Wesensmerkmale der Hunderasse Kurzhaarcollie

Der Kurzhaarcollie

Legende der Wesensmerkmale

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Tibet-Spaniel Der Tibet-Spaniel gehört zu den wenigen Hunden, die sich über die Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende kaum verändert haben. Er ist ein Gesellschaftshund der bis 25,4 cm groß und bis 7 kg schwer wird, alle Farben und deren Kombinationen miteinander können vorkommen, das Deckhaar ist seidig, von...

  • Löwchen Trotz seiner Herkunft als Luxushund ist er ein robuster Hund, der sich in Palästen, aber auch auf dem Lande wohl fühlt. Sein Fell ist wetterfest, er scheut auch keine langen Spaziergänge, läuft am Rad oder Pferd mit. Sein gutmütiges Wesen macht ihn zu einem guten Anfängerhund, der auch Kinder...

  • Jack-Russell-Terrier Der Jack-Russell-Terrier ist in erster Linie ein Arbeitsterrier, ein Jagdhund. Er ist ein Hund von außerordentlicher Intelligenz. Sein Mut, sein Temperament, seine Ausdauer, sein Lauf- und Springvermögen und nicht zuletzt sein Wesen machen ihn zu einem außergewöhnlichen Hund. Durch seine Größe...

  • Finnenspitz Kälte und tiefer Schnee können die Jagdlust dieses Hundes nicht dämpfen. Dieser unabhängige, fast katzenartige Hund, ist in Finnland als arbeitsfreudiger Jagdhund noch Heute sehr beliebt. Er verfügt über eine gewaltige Stimme – und ist ein aufmerksamer Wächter mit einer raschen...

Lesetipp:

Hauterkrankungen

Als ein großes Organ des Körpers besitzt die Haut (Cutis) eine äußerst wichtige Funktion für Mensch und Tier. Sie ist unser natürlicher Schutzmantel bei Kälte und Hitze, sie schützt uns vor der Austrocknung, vor Krankheitserregern und vielen anderen...

Was ist BARF?

Barf (oder großgeschrieben BARF) ist eine Methode zur Ernährung von Haushunden. Diese Ernährungform orientiert sich an Fressgewohnheiten von Wölfen und Wildhunden. Die Rationen werden vom Hundehalter aus Fleisch von verschiedenen Schlachttieren, aus Knochen und...