Die Leishmaniose

Die Leishmaniose ist beim Hund eine gefährliche, möglicherweise sogar tödliche Erkrankung, die durch den Stich einer Sandmücke (Schmetterlings- oder Engelsmücken) übertragen werden kann. Diese Mücken übertragen einzellige Parasiten, die sich in der Blutbahn des Hundes vermehren und ausbreiten. Daraus folgen Zelluntergang und gesundheitliche Schäden. Man kann sie mit Malaria-Erregern vergleichen.

Die 2-4 mm kleinen und fast unsichtbaren Sandmücken haben von Mai bis Oktober Saison. Sie sind nur nachts aktiv und zwar vor allem im Freien. In Ländern wie Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, Türkei und Malta sowie in Tunesien, Marokko, Algerien, Ägypten und Libyen wurden schon Sandmücken mit Leishmaniose-Erregern gefunden. Diese Krankheitsüberträger sind windempfindlich.

Hautveränderungen als erste Anzeichen bei Leishmaniose

Meistens beginnt sich diese Krankheit durch starker Schuppenbildung, Haarausfall und kleinen, offenen Wunden besonders um Augen und Schnauze zu zeigen. Man sollte also auf Hautveränderungen bei seinem Hund achten. Diese Anzeichen können sich in weiterer Folge auf den restlichen Körper ausbreiten. Es kommt zu einem Appetitsverlust und einer Gewichtsabnahme. Durchfall, Nasenbluten und Augenläsionen können vorkommen. Blutarmut und schwere Nierenschäden können in einem späteren Stadium auftreten und schlussendlich zum Tode führen.

Leishmaniose Schutz vor Ansteckung

Den Hund kann man auf Reisen in Länder, wo Gefahr der Ansteckung durch Sandmücken besteht, schützen indem man dem Hund schon zwei Wochen vor der Reise ein Protectorband anlegt. In dieser Zeit kann das Band beim Hund seine Schutzwirkung entfalten. Dieses Band schützt den Hund sogar bis zu sechs Monaten und zu 90 - 100% vor Sandmückenstichen.

Im Vergleich dazu ist das Einschmieren mit Anti-Mücken-Lotions und das Besorgen und Verwenden von Moskitonetzen aufwendig. Am Abend nicht mit dem Hund hinauszugehen bieten auch Schutz. Aber da Sandmücken ja windempfindlich sind, sind Strandspaziergänge am Abend in Ordnung. Problematisch wird es erst so richtig, wenn man etliche hundert Meter vom Strand entfernt ist und nicht in den höheren Wohnstöcken lebt.

Inkubationszeit

Leishmaniose bricht nicht sofort, sondern erst nach mindestens drei Monaten bzw. sogar ein Jahr oder länger aus. Die Erkrankung kann anhand einer Blut- oder Gewebeprobe festgestellt werden. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich aber sehr zeit- und kostenaufwendig und garantiert keine endgültige Heilung.

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