Hauterkrankungen

Hauterkrankungen

Als ein großes Organ des Körpers besitzt die Haut (Cutis) eine äußerst wichtige Funktion für Mensch und Tier. Sie ist unser natürlicher Schutzmantel bei Kälte und Hitze, sie schützt uns vor der Austrocknung, vor Krankheitserregern und vielen anderen täglichen Belastungen. Die Unterhaut (Subcutis) ist für einige sehr wichtige und lebensnotwendige Körperregulationsaufgaben zuständig. Eine tägliche Plage der Haut und des Fells trägt zur Gesundheit des Hundes bei. Die Haut und das Haarkleid sind ein wichtiger Spiegel für den inneren Zustand des Körpers.

Man unterscheidet in der Dermatologie zwischen primären Dermatosen (Hautkrankheiten) und sekundären Dermatosen. Die Primären bilden die Erkrankungen der Haut als Organ selbst und werden durch Infektionen, wie z.B. Parasiten, Viren, Bakterien, Pilzen, Flöhen, etc., durch Hauttumore und Traumen, wie z.B. Verletzungen, verursacht. Sekundäre Dermatosen sind symptomatische Erkrankungen, die auf eine andere Krankheit, meist eine innere Erkrankung, hinweisen. Mögliche Ursachen wären schwere Erkrankungen der inneren Organe, hormonelle Krankheiten, Stoffwechselstörungen, Mangelerscheinungen, Erbdefekte und Vergiftungen.

Diagnose

Die Diagnose ist sehr komplex da verschiedene Krankheiten oft die gleiche Symptomatik aufweisen. Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Tierbesitzer und Tierarzt. Die Beobachtungen des Besitzers sind von großer Wichtigkeit bei der Erstellung der Diagnose. Folgende Fragen sind ausschlaggebend: Wann ist es zum ersten Mal aufgetreten? Wo? Was ist genau zu beobachten gewesen? Wieviel? Wie ist es verlaufen? Hatte der Hund Jeckreiz oder nicht? Juckreiz (Pruritus) ist keine eigene Krankheit sondern ein Leitsymptom.

Hautuntersuchung

Zuerst wird allgemein untersucht und dann erst speziell. Es gibt einige spezielle Methoden der Hautuntersuchung: Sekretproben (die Haut wird auf Bakterien und Pilze hin untersucht), Biopsien, mikroskopische Untersuchungen von Haut- und Haarproben, Haut-Allergie-Austestung und spezielle Blutuntersuchungen. Die Diagnose so wie die Therapie sind sehr mühsam und verlangen viel Geduld des Teams Tierbesitzer-Tierarzt. Die Zeitdauer der Genesung kann ungefähr so lang sein wie die Entstehungszeit der Erkrankung, wobei diese nicht immer feststellbar ist. Eine gute Prophylaxe besteht aus den allgemeinen Grundregeln zur Erhaltung der Gesundheit des Hundes wie ausgewogene Ernährung und regelmäßige Pflege und Kontrolle des Fells und der Haut.

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Airedale-Terrier Der Airedale Terrier - auch König der Terrier genannt - ist mit seiner Schulterhöhe von ca. 58 - 61 cm (Hündinnen etwas weniger) körperlich der größte und in seiner Gesamterscheinung der imponierendste Terrier in dieser großen Familiengruppe unterschiedlicher Arten. Der Airedale Terrier...

  • Russischer Schwarzer Terrier Russische Terrier sehen zwar mitunter furchterregend aus, aber sie sind keineswegs aggressiv. Sie sind Fremden gegenüber wachsam und misstrauisch. Sie dürfen aber keine extreme Reizbarkeit zeigen, sondern sind ausgeglichen und greifen auch nicht gleich an. Als Schoss oder Wohnungshund sind sie...

  • Chinook Der Chinook ist eine sehr sseltene Rasse. Seinen Namen hat er nach dem Lieblingshund seines Züchters Walden. Der Chinook gleicht einem typischen Spitz - wie ein richtiger Schlittenhund stets arbeitswillig. Er hat ein starkes, selbstbewußtes Naturell und braucht als Welpe eine feste Hand, damit...

  • Landseer Der Landseer gilt als wacher, aktiver und temperamentvoller als der Neufundländer. Er hat einen natürlichen Wach- und Schutztrieb, ist menschenbezogen und nicht für die Zwingerhaltung geeignet. Als Erbe seiner spanischen Vorfahren, die über Jahrhunderte ihre Herden gegen Wölfe und Bären...

Lesetipp im Hundemagazin:

Hund ans Autofahren gewöhnen

Gelegenheiten, den Hund im Auto mitzunehmen, gibt es viele, wie die Fahrt zum Hundetraining, die Fahrt zum Gassigehen oder die Fahrt zum Tierarzt. Nicht alles ist mit positiven Gefühlen verbunden. Außerdem ist das Autofahren für den Hund zunächst keine...

Wohnung hundesicher machen

In den eigenen vier Wänden lauern auch für Hunde zahlreiche Gefahren im Haushalt. Wie lassen sich solche Unfälle vermeiden? Lies hier mehr über praktische Tipps, wie du mit ein wenig Hausverstand dein eigenes Heim so gestaltet, dass sich tierische Mitbewohner ungefährdet...

Hunde auf der Rolltreppe

Rolltreppen sind für Hunde eine oft unterschätzte Gefahr zur Beförderung. Zwar vereinfachen Rolltreppen uns den Alltag und bringen uns schnell von einem Stockwerk in das andere, aber Stürze von Senioren und Kleinkindern, eingeklemmte Kleidungsstücke sowie...

Hund nach Kreuzotterbiss von Bergrettern ins Tal gebracht

In der Nähe der Herzogalm am Heukareck in Schwarzach kam es zu einem tierischen Notfall. Ein Hund war von einer Kreuzotter in die Nase gebissen worden und bekam immer stärkere Atembeschwerden. Die Besitzerin reagierte sofort: Sie legte ihren Vierbeiner in den Schatten und kühlte...