West Highland White Terrier

West Highland White Terrier
  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Größe: 25 - 28 cm Widerristhöhe (Kleine Hunderasse)
  • Gewicht: 7 - 10 kg
  • Alter bis 14 Jahre
  • Verwendung heute: Begleithund
  • früher: Rattenbeißer
  • FCI-Standard: 85
  • FCI-Gruppe: 3 - Terrier
  • FCI-Sektion: 2

West Highland White Terrier Rassengeschichte

Die ersten Linien des West Highland White Terriers werden der Malcolm Familie in Poltalloch in Argyllshire zugeschrieben. Colonel Malcom wird allgemein als Begründer dieser Rasse angesehen und hat der Rasse auch ihren Namen: „West Highland White Terrier“ gegeben. Diese Hunde wurden ausschließlich für die Jagd in den Highlands gezüchtet. In ihrem weißen Fell konnte man sie leicht zwischen Felsen und Gestrüpp erkennen. Zudem kam hinzu, dass der West Highland White Terrier ein zäher, widerstandfähiger Terrier war, der ohne viel Angst in Fuchs- und Dachsbau hineinfuhr.

Noch bis 1924 konnten weiße Welpen aus Cairn Terrier Würfen als West Highland White Terrier eingetragen werden. Auf Gemälden des Tiermalers Edwin Landseer aus dem Jahre 1839 sind bereits West Highland White Terrier zu erkennen. Im Januar 1905 wurde der erste "White West Highland Terrier-Club" in Schottland mit dem Duke of Argyll als Ehrenpräsidenten und Colonel Malcolm of Potalloch als Präsidenten gegründet um die Zucht dieser Terrierrasse zu fördern. Der Rassestandard, aufgestellt im Jahr 1905, hat sich kaum verändert, wohl aber das äußere Erscheinungsbild.

West Highland White Terrier Rassebeschreibung

Der Westie ist in den 1990er-Jahren in Deutschland – durch die Werbung bedingt – zum Modehund geworden. Um die hohe Nachfrage an dieser Rasse zu befriedigen, ließen es manche Züchter an der nötigen Sorgfalt bei Auswahl und Gesundheit der Zuchttiere fehlen. Hunde aus "Zuchtfabriken" neigen deshalb im Gegensatz zu solchen aus kleinen Familienzuchten eher zu Krankheiten. Von ihrer schottischen Heimat her sind die Westies raues Wetter gewohnt, daher lieben sie eher die kalte Jahreszeit mit viel Schnee. In der Sommerhitze können sie Probleme bekommen.
Entgegen vielen Vorurteilen soll der Westie regelmäßig getrimmt werden. Westies haaren nicht: Das abgestorbene Deckhaar fällt nicht von selbst aus, sondern muss ausgezupft werden (mit den Fingern oder einem "Trimmmesser"). Je regelmäßiger (alle 10 bis 12 Wochen) man den Hund trimmt, desto besser kommt sein doppeltes Haarkleid zur Geltung.
Die Hunderasse war auch das "Wappentier" vom Schottischen Bahnbetriebswerk in Eastfield (Glasgow), einige Lokomotiven hatten ein Bildnis des Hundes auf dem Lokkasten.
Ein typischer Westie ist charmant, fröhlich, unerschrocken und robust – ein Hund, den man zum Selbstbewusstsein nicht erst ermuntern muss. In der Familie ist er ein gelehriger, liebenswürdiger und ausdauernder Begleiter, der mit Charme, Raffinesse und Beharrlichkeit versucht, seinen Kopf durchzusetzen.

Der Westie ist heute problemlos sogar in der Stadt, in einer Etagenwohnung, zu halten, wenn er auf Spaziergängen genügend Bewegungsmöglichkeiten findet. Als Sportarten bieten sich zum Beispiel auch Agility oder Flyball an.

Wesensmerkmale der Hunderasse West Highland White Terrier

Der West Highland White Terrier

  • ist ein Familienhund
  • ist für die Wohnung geeignet
  • braucht mittlere Fellpflege
  • braucht Auslauf
  • ist ein guter Wachhund

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