Blutegeltherapie beim Hund

Blutegel gehören zu den ältesten Heilmitteln, die wir aus der Medizin kennen. Durch den häufigen Gebrauch wurde der Blutegel in der Vergangenheit mehrfach fast ausgerottet.

Heutzutage wird er in Blutegelzuchtstationen gezüchtet und wartet auf seinen Einsatz bei Mensch und Tier. Durch die Aufzucht in Blutegelfarmen ist zudem sichergestellt, daß die Blutegel steril und somit für den medizinischen Einsatz geeignet sind.

Das Wort "Egel" stammt übrigens von dem griechischen Wort echis = kleine Schlange und nicht, wie weitläufig angenommen, von EKEL.

Speichel als Wirkstoff

Für die Medizin so interessant wird der Egel durch die vielen Wirkstoffe seines Speichels. Dieser Wirkstoffcocktail, der durch den Biß in die Wunde injiziert wird, besteht aus unterschiedlichen Substanzen z.B. Hirudin, Bdelline, Apyrase, Kollagenase, Egline und eine histaminähnliche Substanz. Dieser Wirkstoffcocktail wirkt unter anderem entzündungshemmend, gerinnungshemmend und schmerzstillend. Eine antibiotische Eigenschaft der Hyaluronidase ist umstritten.

Durch diese Wirkstoffe wird das Blut verflüssigt, es kann leichter und schneller fließen, es kommt mehr Sauerstoff in das geschädigte Gebiet, Staugebiete werden abgebaut und Schlackenstoffe schneller abgeleitet. Durch das gewünschte Nachbluten der Wunde kommt es zu einem sanften Mikroaderlaß und die Wunde wird von Sekundärinfektionen gereinigt. Die Regeneration des Körpers wird in Gang gebracht.

Anwendung beim Hund

Arthrose, akute Diskopathie und sonstige Wirbelsäulenerkrankungen, OCD, Patellaluxation, Hüftgelenksdysplasie (HD)

Quelle: Tierheilpraxis Nicole Knapp

Link: http://www.thp-knapp.de/

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