Kynologe: Die Haltung einzelner Rassen zu verbieten ist sinnlos!

Amerikanische Hundeexpertin sagt, dass ein Gesetz zum Verbot einzelner Hunderassen Kinder nicht vor Attacken gefährlicher Hunde schützt. Martha Armstrong, Senior Vizepräsidentin der Humane Society of the United States, erklärte in einem Workshop über Begleithunde in Wellington (NZ), dass der beste Weg zur Verhütung von Hundeattacken die Erziehung des Hundehalters sei.

Seit April 2003 gilt in Neuseeland Maulkorbzwang für Kampfhunderassen wie Amerikanischen Pit-Bullterriern, Fila Brasiliero, Tosa Inu oder Dogo Argentino. Die Einfuhr dieser Rassen soll unterbunden werden und sie sollen auch in bestimmten Gebieten von der Öffentlichkeit ferngehalten werden.

Mrs. Armstrong sagte, dass ein Verbot der Haltung dieser Rassen in den USA und anderen Ländern ein Misserfolg war. Diese Gesetze würden nur die Öffentlichkeit beruhigen, brächten aber keine Lösung des Problems.

Jede Hunderasse, vom Pit-Bull bis zum Chiuahua ist ein potenzieller Beißer, wenn er nicht artgerecht gehalten und erzogen wird. Ein Hund der nie mit anderen Hunden und Menschen umgehen lernt, weil er nie die Möglichkeit zur Sozialisation erhält, ist meist gefährlich und aggressiv.

„Nicht alle Pit-Bullterrier sind aggressive Hunde und nicht alle aggressiven Hunde sind Pit-Bullterrier. Das Verbot einer einzelnen Rasse wiegt die Gesellschaft in falscher Sicherheit.“

Quelle: The Dominion Post

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Airedale-Terrier Der Airedale Terrier - auch König der Terrier genannt - ist mit seiner Schulterhöhe von ca. 58 - 61 cm (Hündinnen etwas weniger) körperlich der größte und in seiner Gesamterscheinung der imponierendste Terrier in dieser großen Familiengruppe unterschiedlicher Arten. Der Airedale Terrier...

  • Russischer Schwarzer Terrier Russische Terrier sehen zwar mitunter furchterregend aus, aber sie sind keineswegs aggressiv. Sie sind Fremden gegenüber wachsam und misstrauisch. Sie dürfen aber keine extreme Reizbarkeit zeigen, sondern sind ausgeglichen und greifen auch nicht gleich an. Als Schoss oder Wohnungshund sind sie...

  • Chinook Der Chinook ist eine sehr sseltene Rasse. Seinen Namen hat er nach dem Lieblingshund seines Züchters Walden. Der Chinook gleicht einem typischen Spitz - wie ein richtiger Schlittenhund stets arbeitswillig. Er hat ein starkes, selbstbewußtes Naturell und braucht als Welpe eine feste Hand, damit...

  • Landseer Der Landseer gilt als wacher, aktiver und temperamentvoller als der Neufundländer. Er hat einen natürlichen Wach- und Schutztrieb, ist menschenbezogen und nicht für die Zwingerhaltung geeignet. Als Erbe seiner spanischen Vorfahren, die über Jahrhunderte ihre Herden gegen Wölfe und Bären...

Lesetipp im Hundemagazin:

Hund ans Autofahren gewöhnen

Gelegenheiten, den Hund im Auto mitzunehmen, gibt es viele, wie die Fahrt zum Hundetraining, die Fahrt zum Gassigehen oder die Fahrt zum Tierarzt. Nicht alles ist mit positiven Gefühlen verbunden. Außerdem ist das Autofahren für den Hund zunächst keine...

Wohnung hundesicher machen

In den eigenen vier Wänden lauern auch für Hunde zahlreiche Gefahren im Haushalt. Wie lassen sich solche Unfälle vermeiden? Lies hier mehr über praktische Tipps, wie du mit ein wenig Hausverstand dein eigenes Heim so gestaltet, dass sich tierische Mitbewohner ungefährdet...

Hunde auf der Rolltreppe

Rolltreppen sind für Hunde eine oft unterschätzte Gefahr zur Beförderung. Zwar vereinfachen Rolltreppen uns den Alltag und bringen uns schnell von einem Stockwerk in das andere, aber Stürze von Senioren und Kleinkindern, eingeklemmte Kleidungsstücke sowie...

Hund nach Kreuzotterbiss von Bergrettern ins Tal gebracht

In der Nähe der Herzogalm am Heukareck in Schwarzach kam es zu einem tierischen Notfall. Ein Hund war von einer Kreuzotter in die Nase gebissen worden und bekam immer stärkere Atembeschwerden. Die Besitzerin reagierte sofort: Sie legte ihren Vierbeiner in den Schatten und kühlte...