Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke: Geschenkt geliebt verstoßen

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Viele Eltern möchten ihren Kindern zu Weihnachten ihre größten Wünsche erfüllen, wobei ein eigenes Haustier ganz oben auf dem Wunschzettel steht. Nur zu oft geben Eltern diesem Wunsch in der Weihnachtszeit nach, ohne sich ausführlich mit den Bedürfnissen des Tieres beschäftigt und informiert zu haben. Ein Tier sollte grundsätzlich kein Geschenk sein - Tiere sind Lebewesen, keine Sachen.

Das Leben mit Haustier besteht nicht nur aus Kuscheln und Streicheln

Kehrt nach dem 24. Dezember und den Feiertagen der Alltag wieder ein, wird manchem frischgebackenem Tierhalter schnell klar, dass das einst gewünschte Haustier auch eventuell als lästig empfundene Arbeit mit sich bringt:

  • Der Hund muss mehrmals täglich Gassi gehen, auch bei schlechtem Wetter.
  • Die Katzentoilette oder das Kleintiergehege müssen sauber gehalten werden.

und vieles, vieles mehr ...

Keine Tiere zu Weihnachten schenken

Tierhaltung ist mit Verantwortung und Arbeit verbunden

Vielen Kindern ist nicht bewusst, dass Tierhaltung mit Verantwortung und Arbeit verbunden ist und vielen Eltern ist nicht klar, dass die Hauptverantwortung für den neuen Mitbewohner bei ihnen selbst liegt. Für die Kinder ist es wichtig, dass sie nicht einfach ein Nein auf ihren Wunsch nach einem Tier. Eltern sollten genau erklären, warum es zu Weihnachten kein Tier geben wird.  Als Alternative können sie Kindern andere Möglichkeiten aufzeigen: Vielleicht können diese im Tierheim aushelfen oder regelmäßig Nachbarn oder Verwandte mit Haustieren besuchen, um damit erste Erfahrungen mit Haustieren zu sammeln.

Sind sie nicht bereit, die Verpflichtung zu übernehmen, landet das Tier schon kurz nach Weihnachten im Tierheim. Laut Eike Engelhart, Leiterin von shelta, dem Online-Tierheim von TASSO erleben Tierheime jedes Jahr nach der Weihnachtszeit einen großen Andrang von Tieren, die abgegeben werden.

Die meisten Tier verbindet dasselbe Schicksal: Noch wenige Wochen zuvor haben sie unter dem Weihnachtsbaum gesessen und die Freude der Familien miterlebt.

Entscheidung für ein Haustier

Die Entscheidung für ein Haustier sollte gut überlegt sein und von allen Familienmitgliedern gemeinsam getroffen werden. Kann man einem Tier nicht gerecht werden, sollte man von der Anschaffung Abstand nehmen. Ist man sich unsicher, kann beispielsweise ein Online Hunde Ratgeber oder ein Ratgeberbuch über Haltung und Pflege des gewünschten Tieres eine Entscheidungshilfe sein.

Ein Tier aus dem Tierheim

Fällt die Entscheidung für ein neues tierisches Familienmitglied, sollten Tierfreunde erst im Tierheim oder bei einer der vielen Tierschutzorganisationen suchen. Auf www.shelta.net warten laut TASSO um die 8.000 Hunde und Katzen aus Tierheimen und Tierschutzorganisationen auf ein neues Zuhause. Das Online-Tierheim shelta wurde 2011 von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. ins Leben gerufen und soll Tiersuchenden die größtmögliche Sicherheit geben, ein Tier aus seriöser Vermittlung zu erhalten.

Tierheime und Tierschutzorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können ihre Tiere kostenfrei auf dem Portal vorstellen und erhöhen damit die Vermittlungschancen. Es besteht die Möglichkeit mit umfangreichen Filtern unter anderem nach Hunden und Katzen zu suchen - nach

Eine Umkreissuche ist möglich, ebenso das Filtern nach Handicap- und Notfalltieren. Neben den Daten des Tieres und seinen Charaktereigenschaften ist auch die persönliche Geschichte des Tieres mit Foto abrufbar. Die Fernsehmoderatorin hundkatzemaus Diana Eichhorn unterstützt laut eigenen Angaben die Online-Plattform shelta seit Juni 2012 als Schirmherrin um dazu beitragen, dass verlassenen oder ausgesetzten Tieren geholfen wird, ein liebevolles Zuhause zu bekommen. Haustiere seien auf unsere Pflege und Liebe angewiesen, und es ist ein schönes Gefühl, einem Tier das Vertrauen in den Menschen zurückzugeben. Es sind sehr dankbare Augen, die einen dann Tag für Tag anschauen.

Seriöse Tierheime vermitteln keine Tiere in der Vorweihnachtszeit

Man muss aber beachten, dass die meisten Tierschutzeinrichtungen in der Vorweihnachtszeit grundsätzlich keine Tiere vermitteln, damit diese nicht als unüberlegtes Geschenk unterm Weihnachtsbaum landen.

Über TASSO e.V

Die in Sulzbach bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas größtes Haustierzentralregister. Derzeit sind über 7,7 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen glücklichen Halter zurück, dies sind im Jahr rund 60.000. Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, SOS-Halsband-Plakette und der Suchservice sind kostenlos.

Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden großzügiger Tierfreunde. Neben der Rückvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zusätzlichen Schwerpunkt in der Aufklärung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes. Der Verein arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tierärzten zusammen und unterstützt regelmäßig Tierheime unter anderem bei kostenaufwändigen Projekten. 

Quelle: TASSO e.V.

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