Mastiff

English Mastiff
Mastiff, English Mastiff

Mastiff Rassengeschichte

Die Molosser waren ein Königsgeschlecht in Epirus, etwa dem heutigen Süd-Albanien. Die Mutter Alexander des Großen, Olympias, war eine Tochter des Königs von Epirus. Diese Frau hat nachweislich dort schon große, wehrhafte Hunde gezüchtet, die von Epirus aus in alle Länder der antiken Welt verkauft oder als wertvolle Geschenke mitgebracht wurden. Alexander der Große (356 bis 326 v. Chr.) hatte diese großen, wehrhaften Hunde mit auf seinen Kriegszügen. Deshalb sei hier auch ausdrücklich angemerkt, daß die Molosserhunde und alle ihre Nachfahren nie "Kampfhunde" waren, sondern "Kriegshunde", die Wagenburgen und den Troß bewachten. Auf jeden Fall: Die Bewohner des Königsreichs Epirus waren schlaue und hervorragende Hundezüchter. Die Nachfrage in der antiken, hellenistischen Welt nach diesen hervorragenden Hunden war groß. Geschäftstüchtig waren die Züchter aus Epirus auch; es wurden immer nur Rüden und niemals Hündinnen verkauft. So sicherten sie sich ein Monopol. Bald wurden diese Hunde zur Rarität und kosteten soviel Geld, daß nur Reiche und Mächtige sich den "Hund aus Epirus" leisten konnten.

Ohne dass an dieser Stelle ausführlich auf die lange Historie dieser Rasse eingegangen werden soll und unter Vernachlässigung der unzähligen Geschichten und Anekdoten aus dem alten England sei dennoch eine historische Beschreibung zitiert, die Oscar Horn im Jahre 1882 im "Handbuch des Hunde Sport" unter dem Kapitel »Schutz und Wachbunde« formulierte: "Der Mastiff vertritt in England die Stelle unserer Doggen; schwerer als die letzteren, wird er, da er ihre Höhe nicht erreicht, ein ordentlicher Fleischkoloss. Er wird bis zu 200 Pfund schwer! Seine Erscheinung ist massiv... In England ist er als Wachhund mit Vorliebe in Gebrauch, in Deutschland sieht man ihn fast nur auf Ausstellungen."
Diese nahezu 120 Jahre alte Einschätzung der Mastiff hat als »Exot« der Deutschen Dogge in puncto Popularität nie Konkurrenz machen können hat bis heute wenig von ihrer Gültigkeit verloren; die Briten sehen die Beliebtheitsskala naturgemäß genau umgekehrt! Der Mastiff gilt als eine der ältesten Hunderassen, die abgesehen von ihrem Ursprungsland England weltweit überaus selten ist.

Mastiffähnliche, große Doggenartige wurden in der Antike als Kriegshunde und Schutzhunde eingesetzt, doch spätestens seit dem Mittelalter ausschließlich als Schutz und Begleithunde sowie als Jagdhunde des Feudaladels auf Großwild. Der moderne Mastiff ist ein gutmütiger, zuverlässiger Beschützer "seiner" Familie mit äußerst hoher Reizschwelle und größter Toleranz gegenüber Mensch und Tier. Er wird wegen seiner sprichwörtlichen Gelassenheit (gentle gigant) in vielen Ländern, v.a. in den USA als Therapiehund hoch geschätzt. Er ist außerordentlich personenbezogen und nimmt seine Beschützeraufgaben für alle Familienmitglieder wahr

Mastiff Rassebeschreibung

Der Mastiff, auch als "englische Dogge" bekannt, ist eine der größten Hunderassen. In Deutschland ist er nur in kleiner Zahl vertreten. Sein Ursprungsland ist England. Dort wird er als Wächter großer Anwesen gehalten. Aus dieser Funktion heraus ergibt sich auch der Charakter des Mastiff: er ist aufmerksam und beobachtend; neuen Situationen gegenüber aber abwartend und zurückhaltend. Er macht eher mal einen Schritt zurück, um aus der Distanz sich mit Neuem vertraut zu machen, was ihm der unkundige Laie fälschlich als Ängstlichkeit auslegt. Vielmehr jedoch entstammt dieses Verhalten seiner defensiven Natur, seiner hohen Reizschwelle, seiner Ausgeglichenheit und Ruhe sowie seiner hohen Sensibilität. Die breite Stirn legt er bei aufmerksamer Beobachtung in Falten. Aggressivität ist ihm völlig fremd. All dies macht den Mastiff zu einem idealen Familienhund, der besonders gut mit Kindern und älteren Menschen umgehen kann.

Der Mastiff liebt seine Familie und ist daher nur als Wohnungshund, keinesfalls für eine Zwingerhaltung geeignet. Er mag keine lauten Töne, kein Schreien, lässt sich aber mit Liebe und Zuwendung sehr einfach erziehen. Man sollte sich bewußt sein, daß eine optimale Hundehaltung täglich eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, die Aufzubringen als Selbstverständlich beim Hundekauf vorausgesetzt werden muss. Das Zusammenleben mit dem vierbeinigen Freund gestaltet sich zukünftig sehr harmonisch, wenn der Welpenkäufer gewisse Spielregeln beachtet.

Der Mastiff ist ein großer, massiger Hund, dabei wohlproportioniert. Der Brustkorb ist breit und tief, der Körper mit plastischer Bemuskelung. Sein Fell ist kurzhaarig in den Farben gestromt, apricot und fawn. Fang Nase und Ohren sollen eine schwarze Maske haben. Rüden haben eine Widerristhöhe von ca. 76 cm, Hündinnen von 69 cm. Vor allem der Rüde wirkt durch seinen gewaltigen Schädel, auf den ersten Blick respekteinflößend. Der zweite Blick in seine gutmütigen Augen offenbart aber seien wahren Eigenschaften. Sein Gewicht beträgt ca. 80 bis 90 kg, es gab aber auch schon Rüden mit 120 kg. Die Alterserwartung beträgt bei Hunden dieser Größe ca. 10 - 11 Jahre.

Der Mastiff, eine Rasse , die es verdient, dank ihrer guten Eigenschaften als Familienhund eine größere Verbreitung und sachgerechte Beachtung zu finden.

Texte: Old English Mastiff Club Deutschland, Arbeitsgemeinschaft Mastiff im Club für Molosser

Wesensmerkmale der Hunderasse Mastiff

Der Mastiff

  • ist für die Wohnung geeignet
  • braucht wenig Fellpflege
  • braucht Auslauf
  • ist ein guter Wachhund

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