Airedale-Terrier

Waterside-Terrier
Airedale-Terrier, Waterside-Terrier
  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Größe: 56 - 61 cm Widerristhöhe (Große Hunderasse)
  • Gewicht: 20 - 30 kg
  • Alter bis 13 Jahre
  • Fell: Er hat doppeltes Haarkleid und seine Fellfarben sind schwarz-lohbraun. Das Haar wird regelmäßig getrimmt (gezupft, nicht geschoren!).
  • Verwendung heute: Begleit- und Gebrauchshund
  • früher: Dachs- und Otterjagd
  • FCI-Standard: 7
  • FCI-Gruppe: 3 - Terrier
  • FCI-Sektion: 1

Airedale-Terrier Rassengeschichte

Der Airedale entstammt aus dem Flußtal der Aire in der Grafschaft Yorkshire, England. Die Bewohner dieser Ebene waren in erster Linie Bergleute, Fabrikarbeiter, Farmer und Jäger, die einen unkomplizierten, unempfindlichen, harten und geschickten Hund brauchten. Er musste sich für die Wasserjagd auf Otter und Moorhuhn, zur Jagd auf Fasane, zum Schliefen auf Fuchs oder Dachs, zum Rattenfangen und zum Viehtreiben eignen. Die Vielseitigkeit und charakterliche Zuverlässigkeit dieser Hunde fand bald viele Freunde und Förderer. Erstmals wurde die Rasse “Airedale Terrier” um 1880 auf einer Schau erwähnt. Die ersten Eintragungen in das Zuchtbuch des Kennelclubs erfolgten 1882. Etwa 10 Jahre später kam der erste Airedale nach Deutschland und wurde dort in diversen Kriegen bevorzugt als Melde- und Sanitätshund eingesetzt.
Der Airedale war in früheren Jahren unter dem Beinamen “Kriegshund” bekannt; hatte er sich doch im Boxer-Aufstand in China (1899 - 1900), im russisch-japanischen Krieg (1904 -1905) und im Ersten Weltkrieg ebenso als Melde- wie als Sanitätshund durch Mut, stete Bereitschaft, Zuverlässigkeit und Treue ausgezeichnet. Im 1. Weltkrieg haben Airedale Terrier auch in England als Kriegshunde gearbeitet. Sie stellten unter den verwendeten Hunden neben Collies und "Lurchers" (Windhund-Jagdgebrauchskreuzung) die drittgrößte Gruppe. Monatlich wurden etwa 74 Collies, 70 Lurchers und 66 Airedale ausgebildet Auch im Zweiten Weltkrieg wurde er eingesetzt.

Airedale-Terrier Rassebeschreibung

Der Airedale Terrier - auch König der Terrier genannt - ist mit seiner Schulterhöhe von ca. 58 - 61 cm (Hündinnen etwas weniger) körperlich der größte und in seiner Gesamterscheinung der imponierendste Terrier in dieser großen Familiengruppe unterschiedlicher Arten.
Der Airedale Terrier soll sich durch Unerschrockenheit, Mut und Wachsamkeit auszeichnen, aber auch durch sein gutes Äußeres beeindrucken.
Der Hund ist kinderfreundlich, meist friedfertig mit anderen Hunden, sehr anhänglich und trotz seiner Größe ein vorzüglicher Haushund. Obwohl kräftig gebaut und temperamentvoll im Wesen, ist der Airedale charakterlich ausgeglichen und sein Naturell macht ihn zu einem echten Beschützer seines Besitzers.
Der Airedale Terrier gehört zu den Gebrauchshunderassen. und noch heute leistet er wertvolle Dienste bei Polizei, Grenzschutz und Zoll.
Der Airedale Terrier wurde, seit er in Deutschland und Österreich eingeführt worden war, aufgrund seiner Vielseitigkeit als Gebrauchshund eingesetzt und gehört seither zu den ältesten drei Gebrauchshundrassen. Dies entspricht seinen ursprünglichen Wesenseigenschaften wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Belastbarkeit und Gesundheit. Nicht umsonst wurde er bei der Gründung der Rasse “Working Terrier” genannt.
Heute glänzt der Airedale mit seinen Eigenschaften auch in den verschiedensten Arten des Hundesports: Ob Agility, Fährtenhund, Obedience, Schutzhund oder Turnierhundesport, der Airedale ist immer begeistert bei der Sache.

-Text mit freundlicher Genehmigung von Heike Ritthammer
www.airedale-kft.de

Wesensmerkmale der Hunderasse Airedale-Terrier

Der Airedale-Terrier

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Beagle Der bekannteste Beagle ist wohl die von Charles M. Schulz erfundene Comic-Figur Snoopy, von den Peanuts. Der Beagle ist ein fröhlicher Hund, dessen wesentliche Bestimmung es ist vornehmlich Hasen zu jagen, indem er der Fährte unerschrocken und äußerst lebhaft mit...

  • Nova Scotia Duck Tolling Retriever Der Toller ist hoch intelligent, hat große Ausdauer, ist aber auch sensibel. Er ist ein starker und fähiger Schwimmer, ein natürlicher und zäher Apportierer an Land und zu Wasser und startet beim leisesten Anzeichen für ein Apport mit überschäumender Aktion. Sein starker Wille zu...

  • Bloodhound Die Erziehung des Bloodhound ist nicht einfach. Der Hund „überlegt“ sich fast jedes Kommando erst einmal, keiner darf erwarten, dass er so schon das erste Kommando befolgt, Zwang ist praktisch ausgeschlossen. Der Bluthund ist sanft, intelligent, anhängliche und freundlich zu allen Wesen....

  • Dalmatiner Das auffälligste Rassenmerkmal des Dalmatiners ist ohne Zweifel seine Tupfenzeichnung. Gewünscht werden auf rein weisser Grundfarbe möglichst gleichmäßig über den ganzen Körper verteilte braune oder schwarze Tupfen. Der Dalmatiner wird heute ausschließlich als Begleithund gehalten, doch...

Lesetipp im Hundemagazin:

Tierfotografin Regine Heuser im Interview

Regine Heuser ist eine der bekanntesten Tierfotografinnen Deutschlands. Sie bietet Workshops und Seminare rund um das Thema Tierfotografie an und hat Ratgeberbücher wie Hunde-Shooting - Fotografieren mit Wau-Effekt veröffentlicht. Wir führten mit Ihr ein...

Hitzewelle in Deutschland

Immer mehr Hitzewellen werden in Europa verzeichnet, so auch in Deutschland. Bis zu 38 Grad werden am Sonntag erwartet. Eine Hitzewelle mit besonders heißen Temperaturen sorgt bei vielen Menschen und Tieren für eine erhöhte Belastung des Körpers. Wie Hunde vor der Hitze...