Lakeland Terrier

Lakeland Terrier
  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Größe: 33 - 38 cm Widerristhöhe
  • Gewicht: 7 - 8 kg
  • Alter 13 - 14 Jahre
  • Fell: weizen-blond, rot, blau/loh, schwarz/loh, blau, schwarz
  • Verwendung heute: Begleithund
  • früher: Kleinsäugerjagd
  • FCI-Standard: 70
  • FCI-Gruppe: 3 - Terrier
  • FCI-Sektion: 1

Lakeland Terrier Rassengeschichte

Der Ursprung des Lakeland Terriers liegt im Lake District (Seengebiet) in Nordengland: Die dortigen Farmer brauchten einen furchtlosen, kleinen Hund zur Fuchsjagd. Deshalb kreuzten sie ab Anfang des 19. Jahrhunderts in die urtümlichen "Old English Black and Tan Terrier" den Bedlington Terrier ein, um eine Verbesserung des Charakters zu erzielen. Außerdem wurde wegen seines drahtigen, Wasser abstoßenden Fells der Border Terrier eingezüchtet. Heraus kam ein wendiger und mutiger kleiner Hund, der in Höhlen und Gebirgszügen die Füchse aufstöbern konnte. Bis der Lakeland Terrier 1912 seinen endgültigen, heutigen Namen erhielt, hatte er schon viele Taufen hinter sich: Patterdale Terrier, Fell Terrier, Cumberland Terrier oder Westmoreland Terrier waren nur einige seiner Bezeichnungen. Als sich die Züchter schließlich einigen konnten, hatte der Lakeland Terrier jedoch noch keine offizielle Anerkennung erhalten. Diese erfolgte erst im Jahr 1928 durch den Kennel Club. In England und den USA war diese Terrierrasse neben ihrem Jagdhund- Dasein einst ein sehr beliebter Ausstellungshund, doch ihr Bestand ging in den letzten Jahren etwas zurück. In Deutschland ist der Lakeland nach wie vor "ein Hund, den nicht jeder hat".

Lakeland Terrier Rassebeschreibung

Ein Lakeland Terrier ist ein fröhlicher, verspielter, geschickter sowie kinderfreundlicher Hund und daher sehr gut für Familien geeignet. Er ist recht temperamentvoll, unternehmungslustig und ausdauernd. Der Lakie ist selbstbewusst und ein guter Wächter, kläfft aber nie aus Langeweile. Er springt gerne in Gräben und Teiche, ist Wasser doch eigentlich sein Lieblingselement. Lakeland Terrier brauchen engen Familienanschluss, da sie "ihre Menschen" sehr lieben. Allerdings sind sie kleine Dickschädel, die nicht besonders schnell lernen möchten, was man von ihnen will. Unbedingte Konsequenz und Geduld ist deshalb bei der Erziehung erforderlich, sonst tanzen sie Herrchen und Frauchen manchmal auf der Nase herum. Ein Lakeland ist ziemlich clever und testet gerne seine Grenzen aus. Doch gerade seine forsche Art ist bezaubernd und macht ihn auch zu etwas Besonderem.
Der robuste und derbe Hund, der ähnlich mit dem Welsh Terrier ist, sollte nicht größer als 37 cm (14,5 ins) werden und etwa 7 bis 8 kg wiegen. Lakeland Terrier haben dichtes Drahthaar mit weicher Unterwolle und sind in verschiedenen Farben zu sehen. Die Palette reicht von rot, weizen, schwarz und loh, über blau und loh bis hin zu rotgrizzle, blau, leberfarben oder ganz schwarz. Die kleinen Ohren des Lakies werden tief nach vorne gekippt getragen. Sein Hals ist lang und leicht gebogen, der Rücken kurz und gerade. Insgesamt wirkt er kompakt und muskulös. Das Auftreten des Lakeland Terriers ist furchtlos, flink und voller Selbstvertrauen. Sein Körper wirkt, alles warte er gespannt auf das nächste Abenteuer.
Konsequenz und Geduld sind die Schlagworte beim Lakeland Terrier- sonst läuft in der Erziehung gar nichts. Lakies lernen nämlich recht gemächlich, allerdings nicht weil sie dumm sind, sondern weil sie einen Dickschädel haben. Als Welpen haben diese Terrier noch ein weiches Fell, mit etwa 18 Wochen legen sie sich jedoch ihr Drahthaar zu. Ab diesem Zeitpunkt sollten sie alle 3 bis 4 Monate- am Besten vom Züchter- getrimmt werden. Lakeland Terrier brauchen natürlich viel Bewegung, müssen aber nicht jeden Tag ein bestimmtes Pensum laufen, um ruhig zu bleiben. Gewöhnt man sie schon als Welpen daran, können sie auch hin und wieder in der Wohnung allein bleiben.

Wesensmerkmale der Hunderasse Lakeland Terrier

Der Lakeland Terrier

  • braucht mittlere Fellpflege
  • braucht Auslauf
  • ist ein guter Wachhund

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Steirische Rauhhaarbracke Die Steirische Rauhhaarige Hochgebirgsbracke ist besonders für die Gebirgsjagd gezüchtet. Sie wird nur von Jägern gehalten, hat die gute Stimme und die große Ausdauer, die für die Arbeit unter den extremen Wetterbedingungen in den Österreichischen Alpen notwendig sind. Sie ist unempfindlich...

  • Bullterrier Der Bullterrier ist kräftig gebaut, muskulös, mit durchdringendem und entschlossenem Ausdruck. Ein einzigartiges Merkmal ist sein downface (divergierende Kopflinien) und der eiförmige Kopf. Das Haar ist kurz, glatt und ebenmäßig, meist reinweiß. Bei farbigen...

  • Black and Tan Coonhound Coonhounde sind in den USA entwickelte Hunderassen. Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Jagd auf den Waschbär (engl. Racoon oder kurz Coon). Die Hunde haben die Aufgabe, Waschbären aufzuspüren und spurlaut auf einen Baum zu jagen und sie dort zu verbellen. In manchen Gegenden gibt es sehr beliebte...

  • Neuguinea-Dingo Der Neuguinea-Dingo oder New Guinea Singing Dog (Canis lupus hallstrom) wird auch als Hallstrom-Hund, Urwalddingo, Singing dog, Chien de Hallstrom oder Neuguineahund bezeichnet. Hierbei handelt es sich vermutlich um einen Verwandten des Dingo, vielleicht um seinen Vorläufer oder Ahnherrn....

Lesetipp im Hundemagazin:

TASSO: Niedersächsische Hunderegister war ein Fehler

Drei Jahre nach der Einführung des niedersächsischen Hunderegisters sind etwa 272.400 Tiere erfasst, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Das sind fast 250.000 niedersächsische Hunde weniger als aktuell bei TASSO gemeldet sind. Diese Zahlen zeigen, dass die Entscheidung...

Schweizer Hundehaftpflichtversicherung: Die Schweiz ist anders!

Der eigene vierbeinige Lieblinge würde niemals jemanden beißen oder etwas zerstören. Viele Hundebesitzer pochen zwar auf diese Aussage, aber die Zukunft lässt sich schwer voraussagen. Auch der der beste Freund kann einen schlechten Tag haben, provoziert werden oder in einen...