Hundefutter: Nassfutter, Trockenfutter oder Rohfutter

Hunde können mit Nassfutter, Trockenfutter oder Rohfutter ernährt werden. Der große Tierfuttermarkt hält hier Angebote für alle Bedürfnisse bereit. Aber welche Art der Fütterung ist die beste für einen Hund? Gibt es überhaupt ein Hundefutter, das für alle Hunde am gesündesten ist?

Hundefutter

Fütterung mit Nassfutter

Bei der Produktion von Feuchtfutter werden die Ausgangsmaterialien zerkleinert, vermischt und nach dem Erhitzen in Dosen abgefüllt. Nassfutter ist weich und enthält viel Wasser. Da die Geruchsstoffe im Wasser gelöst sind, können Sie von dem Hund besser wahrgenommen werden. Das Futter setzt durch den verlockenden Geruch die Speichelproduktion in Gang. Sobald die ersten Futterbrocken in den Mund gelangen, werden diese mit Speichel vermischt. Die Verdauung der Kohlenhydrate beginnt. Der Speichel umspült die Zähne und reinigt sie von Futterresten. Aufgrund des hohen Proteingehalts sind viele Feuchtfuttersorten hochwertig. Die Erhitzung sorgt für eine lange Haltbarkeit.

Vor- und Nachteile von Nassfutter

  • Feuchtfutter ist lange haltbar und bietet dem Hund alle Nährstoffe, die er benötigt.
  • Ist die Dose einmal geöffnet, verdirbt das Futter relativ rasch.
  • Kleinere Hunderassen schlingen das weiche Futter schnell herunter. Der Magen wird überlastet, der Hund erbricht.
  • Aufgrund des hohen Wasseranteils kann Durchfall auftreten.
  • Durch die Dosen muss eine größere Menge an Abfall entsorgt werden.

Fütterung mit Trockenfutter

Die Rohstoffe werden durch Erhitzen getrocknet, gemahlen und in Krokettenform gepresst. Trockenfutter wird in Säcke abgefüllt. Da nur sehr wenig Wasser enthalten ist, benötigt der Hund bei der Fütterung zusätzlich Wasser. Gerade bei dieser Form der Fütterung ist es sehr wichtig, nur Hundefutter von guter Qualität zu verwenden. Wenn der Getreideanteil sehr hoch ist, quillt das Futter im Magen. Der Hund fühlt sich rasch satt. Die Nährstoffe werden aber nur langsam aufgenommen. Durch Kauen der Kroketten werden die Zähne gereinigt.

Vor- und Nachteile von Trockenfutter

Fütterung mit Rohfutter

Barf (Born again raw feeders = wiedergeborene Rohfütterer) gilt als eine ursprüngliche, natürliche und tiergerechte Ernährungsform. Die Mahlzeiten können individuell zusammengestellt und den Geschmacksvorlieben des Hundes angepasst werden. Jede Futterportion kann an den Aktivitätslevel immer sofort angepasst werden. Aber Rohfutter bedeutet nicht nur die Fütterung von rohem Fleisch. Um alle benötigten Nährstoffe zu erhalten, muss das Futter auch verschiedene Obstsorten, gekochtes und rohes Gemüse, Öle, Nüsse und Knochen oder gemahlene Eierschalen enthalten. Einfacher ist es, vorgefertigte Barf-Portionen im Handel zu kaufen.

Vor- und Nachteile von Rohfutter

  • Wird ein Hund gebarft, muss die Zusammensetzung der Futterration genau beachtet werden, damit kein Mangel an Nährstoffen auftritt.
  • Die Fütterungsform ist individueller, aber auch anspruchsvoller.
  • In rohem Fleisch oder Fisch enthaltene Krankheitserreger werden nicht abgetötet.

Wann darf mein Hund kein feuchtes, trockenes oder rohes Futter fressen?

  • Leidet der Hund unter einem Mangel an Flüssigkeit, sollte dieser nicht durch die Aufnahme von trockenem Futter verstärkt werden.
  • Hunde, die an Erkrankungen der Nieren leiden, benötigen eher Feuchtfutter.
  • Trockenes Futter biete Vorteile für Allergiker. Während des Verarbeitungsprozesses wird die Molekülgröße verändert, die einzelnen Teilchen können keine allergischen Symptome mehr auslösen.
  • Da Welpen, trächtige und säugende Hunde spezielle Nährstoffbedürfnisse aufweisen, ist Barfen eher schwierig. Vor allem schnell wachsende, große Hunderassen entwickeln rasch einen Mineralstoffmangel.

Jedes Hundefutter besitzt Vorteile und Nachteile. Für eine gute Qualität sind vor allem die Inhaltsstoffe entscheidend.

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