American Staffordshire Terrier

American Staffordshire Terrier
  • Ursprungsland: USA
  • Größe: 43 - 48 cm Widerristhöhe (Mittelgroße Hunderasse)
  • Gewicht: 18 - 23 kg
  • Alter bis 12 Jahre
  • Fell: alle Farben
  • Verwendung heute: Begleithund
  • früher: Bullenbeißer
  • FCI-Standard: 286
  • FCI-Gruppe: 3 - Terrier
  • FCI-Sektion: 3

American Staffordshire Terrier Rassengeschichte

Der American Staffordshire Terrier und auch der Staffordshire Bullterrier haben ihre Wurzeln in den Bull-and-Terrier Schlägen. Diese wurden Anfang des 19. Jahrhunderts in Mittelengland rund um Birmingham für Tier- und Hundekämpfe, sogenannte "bloodsports" gezüchtet. Hochburgen waren insbesondere das "Black Country" und die namensgebende Grafschaft Staffordshire

Die damaligen Züchter hatten ein klares Zuchtziel. Ein hartnäckiger, kräftiger und sehr mutiger Hund, der intelligent, schnell, ausdauernd und scharf ist. Diese Eigenschaften fanden sie in den Nachkommen aus der Kreuzung von Bulldog und Terrier. In einem Ring, dem sogenannten «Pit», daher auch der früher gebräuchliche Name Pit Bull, galt es für die Bull-and-Terrier in kürzester Zeit Ratten zu töten, sowie gegen Dachse aber auch gegen Ihresgleichen zu kämpfen. 

1835 wurden diese grausamen Tierkämpfe in England gänzlich verboten. Die Zucht orientierte sich dann vermehrt auf ihre Familientauglichkeit.

Von England nach Amerika

American Staffordshire Terrier macht Platz

Nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges 1865 wanderten viele Briten in die USA aus. Ihre vierbeinigen Hunde nahmen sie dabei natürlich mit, um ihr Haus, ihren Hof, ihre Familie und ihr Vieh zu beschützen. Angeblich begannen die Einwanderer, bald ihre Bull and Terrier größer zu züchten, damit die Hunde bei Kämpfen gegen Kojoten und Wölfe bessere Chancen aufs Überleben hatten. Möglicherweise kreuzten sie dazu auch Airedale Terrier oder Irish Terrier. Die Größe und das einhergehende schwerere Gewicht, der aus den USA stammenden American Staffordshire Terrier, sind mitunter die Unterschiede zum Namensvetter aus England, dem Staffordshire Bullterrier.

Der Beschützerinstinkt vor fremden Eindringlingen machte diese Hunde für die Familie zu einem verlässlichen Partner. Darin zeichnet sich auch der American Staffordshire Terrier von heute immer noch aus. 

American Staffordshire Terrier Namensgebung

Kaum eine andere Hunderasse hatte in ihrer Entstehungsgeschichte so viele unterschiedliche Namen wie der American Staffordshire Terrier. Einige Namen sind etwa:

  • Bull and Terrier
  • Yankee Terrier
  • Half and Half
  • American Bull Terrier
  • Pit Bull Terrier
  • Brindle Bull Dog
  • Stafford Terrier

Die offizielle Anerkennung der American Staffordshire Terrier Rasse durch den 1884 gegründeten American Kennel Club (AKC) geschah 1936 unter dem Namen Staffordshire Terrier. Rund 40 Jahre später wurde der Staffordshire Bullterrier aus England offiziell vom AKC anerkannt. Um sich vom britischen Verwandten abzugrenzen und weitere Verwechslungen zu vermeiden, benannte man die amerikanische Hunderasse in den American Staffordshire Terrier um.

American Staffordshire Terrier Rassebeschreibung

Acht Monate alter American Staffordshire Terrier

Charakter Eigenschaften 

Eigenschaften und Wesen der American Staffordshire Terrier lassen sich am Besten durch ihre früheren Lebensumstände erklären. Wie ihre Besitzer gehörten sie zu den Schwerstarbeitern. Die Menschen auf den Feldern oder in den Fabriken, der Bull and Terrier in der Pit.

Dem American Staffordshire Terrier werden Eigenschaften wie intelligent, kräftig, ausdauernd und mutig zugeschrieben. Zugleich aber auch freundlich, gutmütig und anhänglich zu seinen Menschen.

Obwohl die tapferen Hunde größte Schmerzen erdulden mußten, wendeten sie sich kaum gegen ihre "menschlichen" Peiniger. Gemeinsam mit den Familien lebten sie als Hofhunde, einfach und ärmlich. Wenn es nichts zu fressen gab, besorgten sie sich ihr Futter (Mäuse, Ratten) selbst. 

Seriös gezüchtete American Staffordshire Terrier eignen sich als Familienhunde und Begleithunde

Noch heute ist die Zuneigung und Bindung des American Staffordshire Terrier zu "seiner" Familie sprichwörtlich und im besonderen Maße Kindern gegenüber. Über "sein Rudel" geht nichts.

Die Anwesenheit eines American Staffordshire Terrier genügt meist, um fremde Personen oder seltsame Gestalten von ihrem unlauteren Vorhaben abzuhalten. Geprägt durch seinen genetischen Hintergrund ist es verständlich, dass er anderen Hunden gegenüber ein eher dominantes Auftreten hat, und sich nicht ungestraft provozieren lässt.

Aussehen, Fell und Pflege 

Der American Staffordshire Terrier ist ein mittelgroßer, kräftiger Hund. Er hat laut FCI Standard einen untersetzten, gedrungenen Körperbau, ist muskulös und vermittelt einen Eindruck von Mut und großer Stärke. Sein Kopf ist breit und kräftig mit ausgeprägten Backen und Rosenohren.

Der American Staffordshire Terrier hat ein kurzes, dichtes, glänzendes Fell, welches sich als sehr pflegeleicht erweist. Gelegentliches Bürsten reicht bei diesem Hund aus. Eine dominierende Fellfarbe herrscht bei diesem Hund nicht vor. Jede Farbe, ob einfarbig, mehrfarbig oder gefleckt ist möglich.

Haltung der Rasse

AmStaff hellbraun

Er strahlt eine gelassene Stärke aus, die auf andere Hunde oft bedrohlich wirkt. Nicht selten werden American Staffordshire Terrier von unsicheren Hunden angefeindet. Der American Staffordshire Terrier ist ein lebhafter, temperamentvoller, dynamischer Hund. Seinem Bewegungsdrang muss ausreichend Rechnung getragen werden. Er ist kein Hund für faule oder unsportliche Menschen. Er möchte körperlich und mental gefordert werden. Er will, dass man sich mit ihm beschäftigt. Ist dies nicht der Fall, kann es durchaus vorkommen, dass er seinem Bewegungsbedürfnis selber Luft macht. Er prescht los und dreht rasante Runden durch das ganze Haus oder die Wohnung.

Hat er sich ausgepowert, läßt er sich mit breitem Grinsen wohlig fallen. Dies mag sehr amüsant klingen, bedingt aber absolut frei Bahn, denn alles was sich in den Weg stellt, zum Beispiel Bodenvasen, Topfpflanzen, Figuren und Nippes werden sonst umgemäht.

Auch die Sprungkraft eines American Staffordshire Terrier ist immens. Insbesondere, wenn es daran geht, den Gartenzaun zu überqueren. Andererseits gehört auch das Graben ins Repertoire eines American Staffordshire Terriers, denn Terrier kommt von Terra (Erde), und bedeutet soviel wie "in die Erde arbeitender Hund".

Eine ausbruchsichere Umzäunung sollte bei einer Mindesthöhe von rund 160cm liegen und gut im Boden verankert oder einbetoniert sein. Dennoch ist es erforderlich diese gelehrigen Kraftpakete ausreichend zu beschäftigen. Alle Arten von Hundesport sind dazu geeignet, angefangen bei Agility, Flyball, Obedience, Begleithund, Sanitäts- und Katastrophenhund bis hin zum Therapiehund. Von der Schutzhundarbeit mit American Staffordshire Terrier raten Rasseexperten jedoch ab.

American Staffordshire Terrier Welpen

Amstaff Hundewelpe

Welpenspielstunden - eine ausreichende Sozialisierung im Umgang mit anderen Hunden sind bei dieser selbstbewußten Rasse ein absolutes Muss. 

Besonders bei dieser Rasse ist die Suche nach dem Blickkontakt mit dem Menschen. Die fast unbegrenzte Fülle an Mimikvarianten ist nicht nur lustig und amüsant, oft ist es auch der Schlüssel für den AmStaff, um zu erreichen, was er gerne möchte.

In diesen Momenten liebevoll aber notwendigerweise auch konsequent zu bleiben, ist die große Kunst der richtigen Erziehung vom American Staffordshire Terrier.

Quelle: ASTC Schweiz

Wesensmerkmale der Hunderasse American Staffordshire Terrier

Der American Staffordshire Terrier

  • braucht wenig Fellpflege
  • braucht Auslauf
  • ist ein guter Wachhund

Legende der Wesensmerkmale

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Olde English Bulldogge Andere Züchter in den USA (z.B Carlos Woods, Linda Hermes) und in Europa (z.B. Imelda Angehrn, Steve Barnett) sind den Bemühungen von Herrn Leavitt gefolgt und haben ihre eigenen Linien geschaffen. So entstanden zum Beispiel die Linien: Old Typ, Dorset Olde Tyme, Hermes, Gargoyle sowie zahlreiche...

  • Tibet-Terrier Der Tibet-Terrier ist ein robuster mittelgroßer Hund mit einer Schulterhöhe von maximal 41 Zentimetern (gelegentlich auch etwas größer) und einem Gewicht von bis zu elf Kilogramm bei den Hündinnen und 15 Kilogramm bei den Rüden. Die Farbe der Tiere ist sehr variabel, die Palette reicht von weiß...

  • Wolfsspitz Der Keeshond und der Wolfsspitz werden in manchenLändern getrennt geführt. Nach FCI ist es aber eine Rasse. Im ersten, 1913 erschienen Zuchtbuch des VDH wurden 215 Wolfsspitze registriert. Lange Zeit war die Zuchtbasis klein und die Anzahl der eingetragenen Hunde gering, 1932 wurden zum Beispiel...

  • Deutscher Schäferhund Schwarzer langhaariger Schlag Der Deutsche Schäferhund ist vom Wesen her ausgeglichen, selbstsicher, treu, anhänglich, klug und wachsam. Er wird als Hund der Superlative bezeichnet, was Intelligenz, Führigkeit, Arbeitsbereitschaft und körperliche Gewandtheit anbelangt. Daher ist er nicht nur für seinen ursprünglichen...

Lesetipp:

Radfahren mit Hund

Beim Radfahren mit Hund sollten verantwortungsvolle Hundehalter einige Punkte berücksichtigen, da eine Mitnahme des Vierbeines nicht ganz ungefährlich ist. Welcher Hund eignet sich zum Radfahren? Für kleine und große Hunde gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten,...

Welche Hundebox fürs Auto?

Wer seinen Hund im Auto mitnimmt, sollte darauf achten, dass die Fahrt für alle sicher abläuft. Mit einer Hundebox im Auto schafft man als Hundehalter gute Voraussetzungen, dass bei einer Vollbremsung oder Unfall möglichst wenig passiert. Was viele Autofahrer nicht wissen:...