Fellwechsel beim Hund

So wie wir zwischen Sommerkleidung und Winterkleidung wechseln, wechseln auch die Hunde ihr Haarkleid. Zweimal jährlich fallen dem Hund die Haare aus und überziehen den Teppich, die Sitzbank und die Sitze des Autos mit einem pelzigen Belag. Aber der natürliche Fellwechsel ist ein normaler Vorgang, bei dem sich das Fell des Hundes an die Umgebungstemperatur anpasst. Wir geben dir in unserem Ratgeber Tipps, wie du deine Fellnase dabei unterstützen kannst.

Fellwechsel beim Hund

Was ist der Unterschied zwischen Sommerfell und Winterfell?

Die meisten Hunderassen verfügen über ein dichtes, schützendes Haarkleid. Dieses setzt sich aus dem Deckhaar und der Unterwolle zusammen. Die Haare des Sommerfells sind dünner. Die Unterwolle ist nur gering ausgebildet. Im Winter benötigen die Hunde ein dichteres Fell, um sich vor der Kälte zu schützen. Deshalb ist die Unterwolle des Winterfells besonders stark ausgeprägt.

Welche Felltypen gibt es?

Abhängig von deiner Rasse unterscheidet sich das Haarkleid der Hunde.

  1. Fell mit kurzen Deckhaaren ohne oder mit wenig Unterwolle: Dalmatiner, Dogge
  2. Fell mit kurzen Deckhaaren und reichlich Unterwolle: Rottweiler, Labrador Retriever
  3. Fell mit langen Deckhaaren ohne oder mit wenig ausgeprägter Unterwolle: Pudel
  4. Fell mit langen Deckhaaren und viel Unterwolle: Husky, Schäferhunde, Berner Sennenhunde
  5. Rauhaariges Fell: Schnauzer, Rauhaar-Dackel

Wenn viel Unterwolle vorhanden ist, haaren die Hunde beim Fellwechsel stärker. Hunderassen, die vom Fell her zu Typ 3 zählen, verlieren kaum Haare. Da bei ihnen der saisonale Fellwechsel nicht stattfindet, neigt das Haarkleid zum Verfilzen.

Wann findet ein Fellwechsel beim Hund statt?

Normalerweise findet der Fellwechsel zweimal jährlich statt. Da die Hunde im Frühjahr und im Herbst reichlich Haare verlieren, kann dies in einer Wohnung durchaus zum Problem werden.

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Sobald die Temperaturen steigen, verliert der Hund sein dichtes Winterfell. Dann kommt ein leichtes, glänzendes Sommerfell zum Vorschein. Wenn sich im Herbst das Winterfell bildet, wachsen nicht nur zusätzliche Haare. Das gesamte Fell wird einer kompletten Rundumerneuerung unterzogen. Die alten Sommerhaare fallen aus. Damit der Hund vor Kälte geschützt ist, wächst ein Fell mit dichter Unterwolle.

Der Wechsel des Haarkleids dauert zwischen drei und sechs Wochen. Außerdem tritt ein vermehrter Haarverlust auch noch zu anderen Zeiten auf. Hündinnen haaren verstärkt kurz vor Einsetzen des Läufigkeit. Auch Senior-Hunde können altersbedingt vermehrt Haare verlieren. Da beim Wechsel des Fells große individuelle und rassebedingte Unterschiede bestehen, verlieren nicht alle Hunde ihr Fell zum gleichen Zeitpunkt. Weiters wird der Fellwechsel durch Licht, Ernährung und den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst.

Der Fellwechsel beim Welpen

Kleine Hunde besitzen ein kuschliges, weiches Fell mit besonders feinen Haaren. Sobald der erste Fellwechsel stattfindet, verliert der Junghund sein Babyfell. Dann wird er das erste Mal durch das festere Fell eines erwachsenen Hundes geschützt. Doch der erste Fellwechsel weist noch andere Besonderheiten auf. Er dauert besonders lange. Bei einigen Hunden dauert es sogar einige Monate, bis das Babyfell vollständig ausgefallen ist.

Wie kann ein Hund beim Fellwechsel unterstützt werden?

Da der Fellwechsel für Deinen Hund immer eine besondere Anstrengung und Stress bedeutet, sollte er während dieser Zeit besonders hochwertiges Futter erhalten. Zusätzliche Futteröle (Lachsöl, Leinöl) helfen Deinem Hund, ein neues, gesundes Haarkleid zu entwickeln.

Bevor die alten Haare ausfallen, sterben diese ab. Sie liegen lose auf der Haut und verhindern die Luftzirkulation zwischen den Haaren. Die Haut reagiert darauf mit einer verstärkten Bildung von Schuppen. Werden die losen Haare nicht regelmäßig bei der Fellpflege entfernt, tritt Juckreiz auf. Dein Hund beginnt sich zu kratzen. Dabei kann die Haut mit den Krallen verletzt werden. Bakterien siedeln sich an und die Haut entzündet sich. Daher ist die Fellpflege besonders während des Fellwechsels besonders wichtig.

Wie kannst Du das Fell Deines Hundes während des Fellwechsels pflegen?

Damit das Haarkleid richtig gepflegt wird, solltest Du auch die richtige Bürste verwenden:

  • Glatthaarige und kurzhaarige Hunde werden zweimal bis dreimal pro Woche mit einer Bürste mit weichen Naturborsten gebürstet. Außerdem kannst Du einen Fellpflege-Handschuh verwenden. Wenn Du mit dem Handschuh den Hund streichelst, werden gleichzeitig die losen Haare sanft entfernt.
  • Stockhaarige oder langhaarige Hunde benötigen zur Entfernung der Haare eine Drahtbürste. Ein Metallkamm verhindert Verfilzungen und Knotenbildungen im Fell.

Damit das Fell einen schönen Glanz erhält, kann es zum Abschluss noch mit einer Naturbürste gepflegt werden. Neigt das Fell Deines Hundes dazu, schnell zu verfilzen, kannst Du einen Entfilzungs-Spray verwenden. Der Spray umhüllt die Haare des Hundes mit einer glatten Schicht und verhindert, dass sich die kleinen Widerhaken der Fellhaare ineinander verfangen.

Rauhaarige oder drahthaarige Hunde müssen regelmäßig getrimmt werden. Da die Haare nicht so stark ausfallen, werden Sie beim Trimmen gekürzt. Während des Fellwechsels benötigst Du zusätzlich einen Drahtstriegel oder eine Drahtbürste.

Damit das Fell Deines Hundes einen schönen Glanz bekommt, kannst Du es zusätzlich mit Kokosöl pflegen. Verreibe etwas biologisches Kokosöl zwischen den Fingern und knete es in das Fell des Hundes. Durch das Bürsten wird die Durchblutung der Haut angeregt. Die Haare werden besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Dadurch kann das Fell nach dem Fellwechsel dicht und gesund nachwachsen.

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