Welsh Springer Spaniel

Welsh Springer Spaniel

Welsh Springer Spaniel Rassengeschichte

Die Hunderasse Welsh Springer Spaniel ist die älteste der 9 Spaniel Rassen, sie wird als Vorfahre aller Spaniels angesehen. In Großbritannien kann die Geschichte der Hunderasse Welsh Springer Spaniel bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Im Mittelalter wurde Wild mit Greyhounds erlegt. Der Welsh Springer Spaniel stöberte das Wild auf und trieb es zu den Jägern.

Der Hund war darauf spezialisiert zu buschieren (Suche im unwegsamen Gelände) und aus dem Wasser zu apportieren. 1900 wurde der Waliser erstmals auf einer Hundeausstellung präsentiert. 1902 wurde die Hunderasse Welsh Springer Spaniel vom Kennel Club anerkannt. Die weitere Zucht erfolgte mit dem Schwerpunkt auf die Jagd. 1954 erfolgte die Anerkennung durch den FCI.

 

Welsh Springer Spaniel Rassebeschreibung

Der Welsh Springer ist kleiner, aber kräftiger als der English Springer Spaniel. Er zeichnet sich durch schwungvolle Bewegungen aus. Das weiße, seidige Fell mit den dunkelroten Platten verstärkt das attraktive Erscheinungsbild.

Welsh Springer Spaniel Charakter und Wesen

Der fröhliche Waliser ist stets bereit zu spielen. Er liebt ausgedehnte Wanderungen und Apportierspiele und nützt jede Gelegenheit zum Schwimmen.
Der Jagdtrieb ist stark ausgeprägt. Die Hunde genießen die Gesellschaft ihrer Familie und wollen bei allen Unternehmungen mit an Bord sein.

Die ausgeglichenen Hunde sind intelligent, manchmal stur. Sie müssen mit Konsequenz erzogen werden. Gegenüber Kindern ist der Welsh Springer Spaniel sehr freundlich und ein geduldiger Spielpartner. Der Welsh Springer Spaniel hat einen ausgeprägten Willen, er möchte aber seiner Bezugsperson gefallen. Er wartet nicht auf Befehle, sondern trifft seine eigenen Entscheidungen. Werden Regeln aufgestellt, ist er bereit, diese einzuhalten. Konsequenz und eine enge Vertrauensbeziehung sind wichtig.

Wissenswertes über die Welsh Springer Spaniel Haltung

Die Hunderasse Welsh Springer Spaniel stellt keine großen Anforderungen an die Haltung. Bei Spaziergängen ohne Leine sollte immer der starke Jagdtrieb beachtet werden. Am besten beginnt man im Welpenalter mit einem Abruftraining.

Schlechtes Wetter ist kein Problem. Das Fell ist Schmutz- und Wasser- abweisend. Wegen seiner Intelligenz und Beweglichkeit eignet er sich für Ausdauersportarten, Agility, Maintrailing und Fährtenarbeit.

Das glatte, pflegeleichte Fell muss nur gebürstet werden. Trockener Schmutz kann direkt ausgekämmt werden. Zusätzlich sollte das Fell regelmäßig in einem Hundeschursalon getrimmt werden.

Wichtig für die Gesundheit des Welsh Springer Spaniels ist eine artgerechte, ausgewogene Ernährung. Wie alle Spaniels neigt er zu Maßlosigkeit beim Fressen. Pro Tag benötigt ein ausgewachsener Hund 250 Gramm Muskelfleisch, das mit Gemüse, Obst und Haferflocken ergänzt wird. Fisch sollte wenigstens einmal wöchentlich gefüttert werden.

Rassetypische Krankheiten

Welsh Springer Spaniel sind selten krank. Trotzdem treten bei der Hunderasse Welsh Springer Spaniel einige Erbkrankheiten auf.

  • Im Alter bis zu 4 Jahren können die Hunde an Fukosidose, einer Speicherkrankheit, erkranken. Komplexe Verbindungen werden nicht abgebaut, sondern lagern sich in Organen und entlang der Nervenbahnen ab. Das Gangbild wird unkoordiniert, das Sehvermögen ist beeinträchtigt. Genträger werden von der Zucht ausgeschlossen.
  • Die familial Nephropathie verläuft durch Zerstörung des Nierengewebes immer tödlich. Es erkranken Hunde im Alter bis zu 2 Jahren.
  • Das erbliche Vestibularsyndrom äußert sich in gestörten Bewegungen. Der Kopf wird schief gehalten. Die Hunde laufen im Kreis oder fallen um.
    Bei der progressiven Retinaatrophie löst sich die Netzhaut des Auges ab. Das Sehvermögen geht verloren.
  • An den langen Lefzen kann eine Lefzendematitis, Intertrigo, auftreten. Die Haut zwischen den Falten entzündet sich.
  • Die langen Ohren sind häufig von einer Entzündung des äußeren Gehörgangs betroffen.

Die agilen Wirbelwinde bereichern das Leben ihrer Familie mit fröhlicher Laune. Sie wickeln alle mit ihrem Charme um den Finger und nützen die kleinste Inkonsequenz aus.

Wesensmerkmale der Hunderasse Welsh Springer Spaniel

Der Welsh Springer Spaniel

  • ist ein Familienhund
  • ist für die Wohnung geeignet
  • braucht viel Fellpflege
  • ist leichtführig
  • braucht viel Auslauf

Diese Rassen könnten dich auch interessieren:

  • Barbet Das wasserdichte Fell des Barbet – ähnlich dem des Irish Water Spaniel, der vermutlich von ihm abstammt – bietet selbst im eisigsten Wasser hervorragenden Wärmeschutz. Das Haar ist lang, wollig, kraus und bildet als Besonderheit bei Jagdhunden Schnüre. Viele Farben sind zugelassen:...

  • Australian Silky Terrier Der Australian Silky Terrier wurde in den USA und Kanada eher bekannt als in Europa. Entstanden ist er in Australien aus Autralien und Yorkshire Terrier. Silky Terrier sind nette, aufgeweckte Hunde die ihren Besitzern gegenüber liebevoll sind, Fremden aber distanziert und wachsam begegnen. Wobei...

  • Neuguinea-Dingo Der Neuguinea-Dingo oder New Guinea Singing Dog (Canis lupus hallstrom) wird auch als Hallstrom-Hund, Urwalddingo, Singing dog, Chien de Hallstrom oder Neuguineahund bezeichnet. Hierbei handelt es sich vermutlich um einen Verwandten des Dingo, vielleicht um seinen Vorläufer oder Ahnherrn....

  • Chinesischer Schopfhund Powderpuff-Schlag Es gibt von diesem kleinen Hund (bis 33 cm) zwei Varianten: die eine Variante, der so genannte Powder Puff, besitzt Unterwolle und ein langes, schleierartiges Deckfell mit seidiger Haarstruktur. Die andere Variante, Hairless, besitzt Haare auf dem Kopf, Ohren, Rute und den Pfoten. Seine nackte...

Lesetipp im Hundemagazin:

Wohnzimmer Agility für Hunde

Draußen stürmt und regnet es. Das Agility Training fällt aus, oder? Arbeite mit Deinem Hund bei Dir Zuhause. Probier doch mal Wohnzimmer-Agility für Hunde! Wohnzimmer-Agility, was ist das? Wohnzimmer-Agility ist genau das, was da steht: Agility für Zuhause, im...

Mit Hund die Coronavirus-Krise gut überstehen

Hundehaltung kann in der herrschenden Coronavirus-Krise zu einigen Problemen führen. Wobei das Virus nach bisherigen Erkenntnissen nicht von Hunden oder Katzen auf Menschen übertragen werden kann. Die Herausforderung liegt eher darin, den Hund trotz Corona, eventueller Quarantäne...